Starke Quartalszahlen helfen Dow ins Plus
New Yorker Börsen schließen in der Gewinnzone

An den US-Börsen sind die Technologiewerte nach den Zahlen von Microsoft deutlich gestiegen. Trotz starker Konjunkturdaten und erneut aufkeimender Furcht vor steigenden Zinsen, drehten die Standardwerte am Abend ins Plus.

HB BERLIN.

Die New Yorker Aktienmärkte haben sich freundlich ins Wochenende verabschiedet. Der Dow Jones Index schaffte im Handelsverlauf nach anfänglichen Verlusten den Sprung in die Gewinnzone. Das Kursbarometer gewann 0,1 Prozent und beendete den Börsentag bei 10.472,84 Punkten. Der Composite Index an der Nasdaq stieg um 0,8 Prozent und schloss bei 2049,77 Zählern. Microsoft und Amgen sorgten für gute Stimmung im Tech-Sektor. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss 0,06 Prozent höher bei 1140 Zählern.

In den USA war die Nachfrage nach langlebigen Wirtschaftsgütern im März überraschend stark gestiegen. Die Auftragseingänge der Industrie für Investitionsgüter erhöhten sich um 3,4 Prozent gegenüber dem Vormonat. Das teilte das amerikanische Wirtschaftsministerium am Freitag mit. Damit rückte die Sorge um eine baldige Zinserhöhung zunächst in den Vordergrund. Im weiteren Handelsverlauf ließen sich die Investoren dann doch von den positiven Quartalszahlen ablenken.

Microsoft hielten sich den ganzen Tag über an der Spitze der Dow-Gewinner: Die Aktien legten um 6,1 Prozent zu, nachdem der Konzern am Vortag gute Quartalszahlen bekannt gegeben und einen optimistischen Ausblick gegeben hatte. Intel standen auch auf der Kaufliste der Anleger. Sie verbuchten einen Aufschlag von 3,8 Prozent. United Technologies spürten ebenfalls Rückenwind: Die Aktien stiegen um 1,4 Prozent.

Caterpillar litten unter Gewinnmitnahmen. Der Konzern hatte am Vortag deutlich Kursaufschläge verzeichnet. Am Freitag gehörten die Papiere allerdings zu den Verlierern mit einem Minus von 2,5 Prozent. Alcoa gaben um 1,2 Prozent nach, während sich Altria und American Express ebenfalls verbilligten.

An der Nasdaq notierte das weltweit größte Biotech-Unternehmen Amgen nach positiven Quartalszahlen im Plus: Die Aktien verteuerten sich um zwei Prozent. Amazon wurden trotz eines guten Ergebnisses verkauft: Die Anleger konzentrierten sich vielmehr auf den verhaltenen Ausblick des Internet-Buchhändlers. Die Aktien gaben darauf hin um 5,3 Prozent nach.

Der US-Softwarekonzern hat einen deutlichen Gewinnrückgang im dritten Quartal seines Geschäftshjahres einen Überschuss von 1,32 Milliarden Dollar oder zwölf Cent je Aktie erwirtschaftet. Das teilte das Unternehmen am Donnerstagabend nach Handelsschluss an der Wall Street in Redmond im US-Bundesstaat Washington mit. Damit reduzierte sich der Reingewinn im Jahresvergleich um rund 38 Prozent. Im Vergleichsquartal 2003 hatte noch ein Netto-Gewinn von 2,14 Milliarden Dollar oder 20 Cent je Aktie in den Büchern gestanden. Dabei drückten vor allem die Einmalaufwendungen von 1,89 Milliarden Dollar für die Einigung mit dem Konkurrenten Sun Microsystems auf das Ergebnis. Ohne Berücksichtigung der Sonderkosten lag der Gewinn je Aktie bei 34 Cent und damit über den Erwartungen der Analysten.

Der Online-Händler Amazon hat im vergangenen Quartal einen Überschuss von 111 Millionen Dollar erwirtschaftet und damit die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag nach Handelsschluss an den US-Börsen in Seattle im Bundesstaat Washington mit. Der Gewinn je Aktie liege bei 26 Cent. Im Vorjahresquartal hatte noch ein Verlust von zehn Millionen Dollar oder drei Cent je Aktie in den Büchern gestanden. Ohne Sonderbelastungen habe der Gewinn 97 Millionen Dollar oder 23 Cent je Aktie betragen, hieß es. Das lag über den Schätzungen der Analysten.

Das weltweit größte Biotech-Unternehmen Amgen hat im ersten Quartal den Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Wie das US-Unternehmen am Donnerstag mitgeteilt hatte, erhöhte sich der Umsatz von 1,76 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal auf 2,34 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn stieg im Berichtszeitraum um 40 Prozent auf 690 Millionen Dollar oder 52 Cent je Aktie. Im ersten Quartal 2003 verdiente Amgen noch 493 Millionen Dollar oder 37 Cent je Aktie. Für das laufende zweite Quartal rechnen die Analysten mit einem Aktiengewinn von 59 Cent.

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