Starke US-Daten stützen den Markt
Nasdaq schließt auf 16-Monats-Hoch

Günstige US-Konjunkturdaten haben der Wall Street am Donnerstag zu Kursgewinnen und dem Index der Technologiebörse Nasdaq auf ein 16-Monats-Hoch verholfen. Die US-Börsen profitierten vor allem vom Konjunkturindex der Federal Reserve Bank von Philadelphia, der im August überraschend kräftig gestiegen war und damit ein weiteres Signal für eine Erholung der US-Wirtschaft lieferte.

Reuters NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Markt 0,28 Prozent höher mit rund 9 423 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,3 Prozent auf etwa 1003 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,97 Prozent auf 1 777 Punkte.

„Der Markt ist oben, weil der Philly Fed (Index) besser als erwartet ausfiel - auch wenn das ein Maß ist, das sehr schwankungsanfällig ist“, sagte Tim Heekin von Thomas Weisel Partners. Seiner Einschätzung zufolge nähert sich der Markt allerdings Widerstandslinien und wird daher in den kommenden Tagen nachgeben. Henry Herrmann vom Haus Waddell & Reed sagte, die Daten sähen günstig aus und signalisierten wie auch andere Statistiken, die er erhalte, dass sich die Dinge gut entwickelten. „Ich glaube, immer mehr Firmen sprechen von einer Geschäftsbelebung“, fügte er hinzu.

Wirtschaft fasst allmählich wieder Tritt

Der Index der Fed von Philadelphia verbesserte sich im laufenden Monat deutlich auf plus 22,1 Punkte von plus 8,3 Zählern im Juli. Das ist der höchste Wert seit mehr als fünf Jahren. Von Reuters befragte Volkswirte hatten im Durchschnitt mit einem geringeren Anstieg auf plus 9,9 Punkte gerechnet.

Auch andere Konjunkturdaten unterstützten Börsianern zufolge die Einschätzung, dass die Wirtschaft allmählich wieder Tritt fasst. So gingen die Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche stärker zurück als von Analysten prognostiziert und signalisierten damit eine leichte Erholung des Arbeitsmarktes. Zudem sank die Zahl auch im verlässlicheren Vier-Wochen-Durchschnitt leicht. Außerdem stieg der vom Wirtschaftsforschungsinstitut Conference Board berechnete Index der Frühindikatoren für die wirtschaftliche Aktivität in den USA im Juli wie erwartet den vierten Monat in Folge.

Die Handelsumsätze blieben jahreszeitbedingt indessen schwach. „Wir befinden uns die nächsten anderthalb Wochen noch in einem sehr illiquiden Umfeld, da viele Leute im Sommerurlaub sind“, sagte John O'Donoghue von Credit Suisse First Boston.

Die Aktien von Pfizer waren die am meisten gehandelten Titel an der New Yorker Börse. Der Kurs fiel gegen den Markttrend mehr als drei Prozent auf 29,79 Dollar, nachdem die Analysten von Smith Barney die Papiere des Pharmaunternehmens heruntergestuft hatten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,4 Milliarden Aktien den Besitzer. 2077 Werte legten zu, 1163 gaben nach und 199 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,7 Milliarden Aktien 2063 Titel im Plus, 1133 im Minus und elf unverändert.

An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen 8/32 auf 98-7/32 Punkte. Sie rentierten mit 4,470 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gewannen 3/32 auf 101-10/32 Zähler und rentierten auf diesem Niveau mit 5,281 Prozent.

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