Starker Yen belastet Exportwerte
Asien-Märkte im Minus

Die Aktien an den asiatischen Börse haben am Montag Kursverluste verbucht. Vor allem Titel von Exportunternehmen zogen den Markt nach unten, was Analysten auf den starken Yen zurückführten. Der Dollar sank zum Euro auf den tiefsten Stand seit einem Jahr.

HB SINGAPUR. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,7 Prozent schwächer bei 16.486 Punkten. Der breiter gefasste Topix verlor knapp 0,4 Prozent auf 1681 Zähler. Auch die Aktienmärkte in Hongkong, Südkorea, Singapur und Taiwan gaben nach.

„Das Problem ist die Währung“, sagte Marktstratege Katsuhiko Kodama von Toyo Securities mit Blick auf die Schwäche des Dollar zum Yen, die japanischen Unternehmen die Ausfuhren erschwert. „Die Stärke des Yen wird bei Anlegern die Sorge vor Auswirkungen auf die Unternehmensgewinne wecken.“ Der Yen müsse rasch etwas nachgeben, ansonsten könne der Aktienmarkt nicht zulegen.

Unter den Verlierern fanden sich die Aktien des Kamera- und Kopiergeräteherstellers Canon. Das Unternehmens erzielt mehr als 75 Prozent seiner Umsätze im Ausland. Seine Aktien büßten 3,46 Prozent ein. Die Anteilsscheine des Autobauers Toyota Motor verbilligten sich um rund zwei Prozent.

Auch die Aktien des Konkurrenten Honda gaben nach und tendierten gut ein Prozent schwächer.

Auf der Gewinnerseite fanden sich die Titel des Internet-Unternehmens Softbank. Die Zeitung „Nihon Keizai Shimbun“ hatte am Freitag auf ihrer Internetseite ohne Nennung von Quellen berichtet, Softbank und der US-Computerkonzern Apple wollten Mobiltelefone mit eingebautem iPod-Musikspieler auf den Markt bringen. Die Telefone sollten möglicherweise schon dieses Jahr auf den Markt kommen. Softbank-Papiere verteuerten sich um etwa 2,6 Prozent.

Bei den Devisen setzte der Dollar seine Abwärtsbewegung im fernöstlichen Handel fort und fiel zum Euro auf den niedrigsten Stand seit einem Jahr. Marktteilnehmern zufolge belasteten die anhaltenden Spekulationen um eine Pause bei den Zinserhöhungen die US-Währung. „Wenn das Gerede über ein Ende der US-Leitzinserhöhungen weitergeht, wird sich der Markt zunehmend wohler fühlen, den Dollar nach unten zu ziehen“, sagte Devisenmanager Shigeru Komatsu von Sumitomo Trust and Banking.

Der Euro kletterte in Tokio zeitweise auf 1,2970 Dollar und damit auf seinen höchsten Stand seit Mai 2005. Im Verlauf notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,2930 Dollar, was dem Stand im New Yorker Handel vom Freitag glich. Ein Dollar kostete in Asien 109,65 Yen, nachdem er mit 109,31 Yen am Freitag den tiefsten Stand seit acht Monaten erreicht hatte.

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