Starkes Verbrauchervertrauen treibt Standardwerte
US-Börsen schließen im Plus

Die US-Standartwerte sind am Freitag durch eine auf starke Verbraucherausgaben hindeutende US-Leistungsbilanz bflügelt worden. Dagegen belasteten Kursverluste von Papieren des Softwareanbieters Adobe die Technologiewerte etwas. Der Dow-Jones verließ den Handel 0,44 Prozent fester bei 10 625 Stellen.

HB NEW YORK. Der breiter gefasste S&P-500-Index stieg um 0,5 Prozent auf 1216 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte nach zwischenzeitlichen Verlusten mit 0,05 Prozent im Plus bei 2090 Punkten. Im Wochenverlauf konnten der Dow 1,07 Prozent, der S&P-500 1,58 Prozent und der Nasdaq 1,31 Prozent zulegen.

Der vierfache Hexensabbat - der gleichzeitige Verfall von verschiedenen Termin- und Optionskontrakten - sorgte zum Wochenabschluss zeitweise zusätzlich für sprunghafte Kursbewegungen. Viele Anleger passten ihre Positionen zum Verfallstermin an, verkauften Kontrakte, verlängerten sie oder stiegen in neue Engagements um. Allein in der ersten Stunde betrug das Handelsvolumen an der New York Stock Exchange mehr als 700 Millionen Papiere - damit wurde der letzte Rekord vom September 2001 deutlich übertroffen.

Die von der Universität Michigan vorgelegten Konjunkturdaten seien extrem positiv gewesen, urteilte Analyst Todd Leone von S.G. Cowen. „Das Verbrauchervertrauen ist gut und das ist wichtig.“ Den Daten zufolge verbesserte sich das Vertrauen der Konsumenten in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes deutlich stärker als erwartet. Der entsprechende Index kletterte auf 94,8 von 86,9 Zählern im Vormonat - Analysten hatten im Schnitt mit 89,0 Punkten gerechnet. Der von Anlegern stark beachtete Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das die Stimmung der Verbraucher im Voraus anzeigt. Die Konsumausgaben machen in den USA rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung aus.

Zu den Gewinnern zählten Aktien großer Bauunternehmen, Smith Barney hatte zuvor sechs Konzerne dieser Sparte hochgestuft - darunter auch KB Home, dessen Papiere um fast sieben Prozent auf 77,27 Dollar zulegten. Aktien des Konkurrenten Pulte Homes stiegen um rund 4,6 Prozent auf 86,00 Dollar.

Der Preis für leichtes US-Öl stieg zwischenzeitlich bis auf 58,60 Dollar pro Barrel (knapp 159 Liter) und damit auf ein neues Rekordhoch. Im späten Handel lag er bei 58,47 Dollar. Hohe Öl-Preise schmälern sie doch die Gewinne von Unternehmen, insbesondere jenen in energieintensiven Branchen. Zudem regen sie die Konsumenten zur Kaufzurückhaltung an. Davon profitieren konnten erwartungsgemäß die Papiere großer Öl-Multis. Aktien von Exxon Mobil legten rund 1,3 Prozent auf 60,89 Dollar zu.

Die Titel von ConocoPhillips zogen um rund 3,5 Prozent auf 60,67 Dollar an. Weniger gefragt waren Adobe-Papiere, die 3,3 Prozent auf 31,34 Dollar nachgaben und auf den Nasdaq-Index drückten. Das Unternehmen hat im zweiten Quartal zwar einen Rekordumsatz und ein Gewinnplus erwirtschaftet, allerdings hatten Investoren offenbar auf einen aggressiveren Ausblick gehofft.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,93 Milliarden Aktien den Besitzer. 2040 Werte legten zu, 1247 gaben nach und 173 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,04 Milliarden Aktien 1468 im Plus, 1586 im Minus und 156 unverändert. An den US-Kreditmärkten büßten die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel um 03/32 auf 100-11/32 ein. Sie rentierten mit 4,082 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren um 02/32 auf 115-15/32 und hatten eine Rendite von 4,365 Prozent.

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