Steigende Ölpreise belasten
US-Börsen ohne richtigen Schwung

Bei Rekord-Ölpreisen und nach den Anschlägen in Saudi-Arabien haben die US-Anleger die Lust am Börsenhandel verloren. Die positiven US-Daten wurden in den Hintergrund gedrängt.

HB NEW YORK. Die führenden Börsenindizes drehten in der Schlussphase des Geschäfts jedoch noch leicht ins Plus. „Die Marktteilnehmer gewöhnen sich an die Vorstellung, dass Unsicherheit über die Versorgung mit Öl besteht“, erklärte Jack Caffrey, Stratege bei der JP Morgan Private Bank.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Markt 0,14 Prozent höher mit rund 10.202 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,05 Prozent auf etwa 1 121 Zähler zu, und der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,2 Prozent auf rund 1 990 Punkte. Die Investoren sehen Marktteilnehmern zufolge mit Spannung der Vorlage des US-Arbeitsmarktberichtes für Mai am Freitag entgegen.

Analysten zufolge besteht die Gefahr, dass die hohen Energiekosten die Erholung der Wirtschaft nicht nur in den USA, sondern weltweit abwürgen könnten. Joseph Kalinowski von Puglisi und Co. sagte: „Öl wird wie eine Steuer auf eine Menge von Bereichen wie Fluggesellschaften, Chemie und Autos wirken.“ Das werde sich auch auf die Gewinne auswirken. „Ich bin sicher, dass spekuliert wird, wie die Federal Reserve (US-Notenbank) die höheren Ölpreise in ihrer Entscheidung, die Zinsen anzuheben, berücksichtigen wird.“

Die Finanzmärkte erwarten von dem Treffen des für die Geldpolitik der Fed verantwortlichen Offenmarktausschusses (FOMC) am 29. und 30. Juni eine Erhöhung des Schlüsselzinses. Dieser liegt derzeit mit 1,0 Prozent auf dem niedrigsten Niveau seit 1958. Uneins sind sich Analysten allerdings über den Umfang einer Zinserhöhung. Die Erwartungen reichten zuletzt von zehn bis 50 Basispunkten. Große Bedeutung für die Entscheidung der Fed kommt dabei der Entwicklung des Arbeitsmarktes zu. Ein hoher Stellenzuwachs wird an den Märkten als Signal für höhere Zinsen gewertet. Volkswirte erwarten für Mai im Schnitt die Schaffung von 216 000 neuen Stellen.

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