Steigende Ölpreise verunsichern Anleger
Auf und ab an der Wall Street

Die Wall Street hat sich am Mittwoch in einem sehr engen Rahmen bewegt. Die steigenden Öl- und Erdgaspreise drückten die Stimmung an der New Yorker Aktienbörse. Dagegen profitierten die Finanzmärkte von guten Konjunkturdaten.

HB NEW YORK. Die führenden Indizes schlossen kaum verändert, nachdem sie im Handelsverlauf zwischen einem leichten Plus und einem leichten Minus hin und hergependelt hatten. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Handel 0,16 % höher mit 10 473 Punkten. Im Geschäftsverlauf hatte er sich zwischen 10 512 und 10 424 Zählern bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,1 % auf 1217 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq, fiel dagegen um 0,05 % auf 2115 Stellen.

Das teurere Öl weckte Händlern zufolge erneut Befürchtungen, die privaten Haushalte könnten wegen hoher Energiekosten ihre Konsumausgaben einschränken und so die Gewinne der Unternehmen schmälern. Ein unerwartet kräftiger Anstieg des Auftragseingangs für langlebige Güter hatte den führenden Börsen-Indizes zunächst zu Gewinnen verholfen.

Ein überraschend deutlicher Rückgang der US-Rohölvorräte hatte zwischenzeitlich die Ölpreise in die Höhe getrieben und damit die Kurse an der Wall Street belastet. "Die Ölvorratsdaten treiben die Ölpreise hoch und das schadet dem Markt. Das verhindert zu viel Euphorie der Investoren", sagte Cummins Catherwood von Walnut Asset Management. Victor Pugliese von der First Albany Corp merkte zur Marktentwicklung an: "Ein Ölpreis von 67 Dollar kann leicht auf 70 Dollar klettern". Nach Zahlen des US-Energieministeriums sind die US-Ölvorräte in der vorigen Woche um 2,4 Mill. Barrel (1 Barrel = knapp 159 Liter) gesunken. Analysten hatten nur mit einem Minus von einer Million Barrel gerechnet. Leichtes US-Öl wurde in New York zuletzt mit 66,35 Dollar je Barrel gehandelt.

Unter dem erneut verteuerten Öl litten vor allem konjunktursensible Werte, weil die Anleger negative Auswirkungen auf den Gewinn fürchteten. So verloren die Papiere des Schwermaschinen-Herstellers Caterpillar knapp zwei Prozent auf 57,55 Dollar. Auch die Aktien des Mischkonzerns 3M verkauften die Investoren und drückten damit den Kurs um fast 0,7 % auf 72,68 Dollar.

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