Stimmung hat sich gedreht
Aktienkurse in Tokio erholen sich

Die Aktienbörse in Tokio hat am Montag fest geschlossen.

HB SINGAPUR. „Es scheint, dass sich die Stimmung der vergangenen Woche ein wenig geändert hat“, sagte Koichi Seki von Chuo Securities. Viele Aktien, die überbewertet waren, sind in der vergangenen Woche zu stark verkauft worden, und nun sehen wir eine Gegenreaktion dazu.“

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index mit einem Plus von 1,15 Prozent auf 10- 454 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,77 Prozent auf rund 1033 Punkten. In der vergangenen Woche hatte der Nikkei 6,36 Prozent verloren, den größten Wochenverlust seit mehr als zwei Jahren.

An der Tokioter Börse waren vor allem Bankentitel wie die der Mizuho Financial Group gefragt, die besonders unter den Kursverlusten der vorigen Woche zu leiden hatten. Die Titel von Toshiba Corp gaben dagegen um rund vier Prozent nach, nachdem das Unternehmen am Freitag seine Prognose für den Jahresnettogewinn um 29 Prozent gesenkt hatte.

Der Index der Börse in Hongkong tendierte im Handelsverlauf um 0,46 Prozent höher. Der führende Börsenindex in Südkorea schloss mit einem Plus von 1,8 Prozent. Dort legte der weltgrößte Hersteller von Speicherchips, Samsung Electronics , um rund 1,3 Prozent zu, nachdem er am Freitag noch 2,4 Prozent verloren hatte. Der Aktienmarkt in Singapur tendierte um mehr als ein Prozent tiefer, nachdem Morgan Stanley die Aussichten des Marktes heruntergestuft hatte.

Gewinnmitnahmen hatten am Freitag die Kurse an den US-Aktienbörsen am Freitag gedrückt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Markt 0,32 Prozent niedriger mit rund 9 582 Punkten. Der breiter gefasste S&P-Index gab um 0,47 Prozent auf etwa 1028 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel sogar um 1,06 Prozent auf rund 1 865 Punkte.

Als einen möglichen Grund für die leichte Euro-Schwäche führten Händler in Asien am Montag die Festnahme des russischen Ölmagnaten Michail Chodorkowski an, von der für Wochenbeginn eine heftige Reaktion an den russischen Märkten erwartet wurde. Besonders Deutschland könne davon betroffen sein, hieß es. Andere Händler wiesen dies mit dem Hinweis auf die anderen Staaten der Euro-Zone zurück.

Der Dollar tendierte zum Yen etwas schwächer bei 108,63 Yen nach knapp über 109 Yen am Freitag in New York. Als Ursache für die Veränderung beim Dollar wurden weitere Zweifel an dem Interesse der US-Regierung an einer starken US-Währung angeführt. US-Finanzminister John Snow will am Donnerstag vor dem US-Senat über die globale Währungspolitik sprechen. „Ich glaube nicht, dass Snow tatsächlich viel sagen wird, aber es wird vorher am Markt viel spekuliert werden“, sagte Toru Umemoto von Morgan Stanley in Tokio.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%