Stromausfall drückt Umsätze
Kaum Bewegung an der Wall Street

Der größte Stromausfall in der Geschichte Nordamerikas hat am Freitag den Handel an der Wall Street stark beeinträchtigt. In einem ausgesprochen umsatzschwachen Geschäft schlossen die Börsenbarometer wenig verändert.

Reuters NEW YORK. Da viele Marktteilnehmer wegen des Stromausfalls dem Handel fernblieben, waren die Volumina äußerst schwach. Zu den Gewinnern gehörten unter anderem die Aktien alternativer Energieunternehmen.

Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,08 Prozent höher bei 9317 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte um 0,02 Prozent auf 990 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq schloss 0,10 Prozent höher auf 1702 Punkten. Auch einen Tag nach dem Stromausfall mussten am Freitag mehrere Millionen Menschen zwischen New York und der kanadischen Hauptstadt Ottawa weiter ohne Elektrizität auskommen. Viele tausende Pendler saßen fest, der öffentliche Nahverkehr blieb vielerorts chaotisch.

Dies dämpfte auch den Handel an der Wall Street. „Es ist sehr, sehr ruhig. Es passiert so gut wie gar nichts“, sagte Tim Smalls von S.G. Cowen. Viele Händler seien erst gar nicht erschienen. Der Markt sei aus diesem Grund „ein bisschen gestört und illiquide“, erklärte Evan Olsen, Chef des Aktienhandels von Stephens Inc. Art Cashin, Direktor des Parketthandels von UBS an der Nyse, sprach von einem vorsichtigen Geschäft. „Immer noch funktionieren viele Telefonleitungen nicht“, sagte er. „Die Leute zögern sich festzulegen. Die Reaktion wird man nächste Woche sehen.“

Neue Konjunkturdaten blieben ohne Impulse auf den Markt. So legte die Industrieproduktion im Juli überraschend deutlich zu. Grund war unter anderem die starke Energieproduktion für Klimaanlagen wegen der Sommerhitze. Die Verbraucherpreise stiegen im vergangenen Monat wie erwartet etwas an. Wegen des Stromausfalls verschob die Universität Michigan die Veröffentlichung ihres Indexes zum Verbrauchervertrauen auf Dienstag.

Zu den Gewinnern unter den alternativen Energieunternehmen an der Nasdaq gehörte American Superconductor. Die Aktien des Unternehmens, das Supraleiter herstellt, stiegen um gut 42 Prozent auf 13,20 Dollar. Auch der Aktienkurs des weltgrößten PC-Herstellers Dell gewann 3,03 Prozent auf 32,34 Dollar. Das Unternehmen hatte den fünften Anstieg des Quartalsgewinns auf Jahresbasis hintereinander bekannt gegeben und von einer Stabilisierung der Technologienachfrage gesprochen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 562 Millionen Aktien den Besitzer. 1702 Werte legten zu, 1387 gaben nach und 197 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 698 Millionen Aktien 1462 im Plus, 1461 im Minus und zwei unverändert. An den US-Kreditmärkten legten die zehnjährigen Staatsanleihen gingen um 18/32 auf 97-25/32 zurück. Sie rentierten mit 4,53 Prozent.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%