Sturm „Rita“ treibt Ölpreis
US-Börsen schließen mit Verlusten

Die US-Börse ist am Montag schwächer aus dem Handel gegangen. Grund dafür war nach Meinung der Händler der weiter steigende Ölpreis aber auch die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung. Der 30 Standardwerte umfassende Dow-Jones-Index fiel um 84,31 Zähler auf 10 557,63 Punkte.

HB NEW YORK. Wegen des nahenden Tropensturms „Rita“ sprunghaft gestiegene Ölpreise haben am Montag an der Wall Street Furcht vor negativen Folgen steigender Energiekosten geschürt. Zudem trübte Händlern zufolge die Erwartung einer weiteren Zinserhöhung durch die US-Notenbank (Fed) die Stimmung auf dem New Yorker Börsenparkett.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Handel 0,79 Prozent ermäßigt mit 10 558 Zählern. Im Geschäftsverlauf hatte er sich zwischen 10 645 und 10 521 Zählern bewegt. Der S&P-500-Index gab um 0,56 Prozent auf 1231 Punkte nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 0,7 Prozent auf 2145 Stellen.

„Der Anstieg der Ölpreise hat heute jeden Anreiz zum Kauf von Aktien genommen“, sagte Larry Peruzzi von The Boston Co Asset Management. Robert Drust von der Investmentbank Wedbush Morgan warnte: „Wenn das ein weiterer starker Hurrikan wird, wird er einigen Schwung aus der Börse nehmen“. Die Ölmärkte reagierten auf die Nachricht über den nahenden Sturm mit einer drastischen Verteuerung des Rohöls. Beiderseits des Atlantiks sprangen die Preise für schwefelarme Ölsorten um rund vier Dollar in die Höhe.

Dies weckte allerdings bei vielen Anlegern Begehrlichkeiten, da steigende Ölpreise gewöhnlich auch höhere Gewinne der Energiekonzerne bedeuten. So waren Papiere des weltgrößten Ölkonzerns Exxon Mobil lebhaft gefragt, was den Kurs um knapp 1,5 Prozent auf 64,63 Dollar trieb. Die Titel des Konkurrenten Chevron schlossen sich mit einem Plus von ebenfalls fast 1,5 Prozent auf 64,31 Dollar an. Dagegen büßten konjunkturempfindliche Werte wie die des Technologiekonzerns General Electric und des Mischkonzerns 3M jeweils rund 1,2 Prozent auf 34,05 Dollar, beziehungsweise 72,50 Dollar ein.

Drust zufolge warten die Marktteilnehmer auf den Zinsbeschluss und die anschließende Erklärung der Fed am Dienstag. Nach einer Reuters-Umfrage gehen 18 der 22 befragten US-Primärhändler davon aus, dass der Offenmarktausschuss (FOMC) der Fed den Leitzins zum elften Mal in Folge um wieder 25 Basispunkte auf dann 3,75 Prozent anheben wird. Höhere Zinsen gelten als Gift für die Börse, weil sie die Kosten für die Geldbeschaffung für Verbraucher und Unternehmen erhöhen.

Seite 1:

US-Börsen schließen mit Verlusten

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%