Südkoreas Börsenindex
Kospi knackt 2 000er-Marke

Der südkoreanische Aktienindex Kospi hat im Tageshoch vom gestrigen Dienstag die Marke von 2 000 Punkten überschritten. Mit einem Wachstum von rund 39 Prozent seit Jahresbeginn gehört die Börse in der Hauptstadt Seoul damit zu den dynamischsten Märkten in Asien.

Bloomberg SEOUL. Angetrieben wird der Aktienmarkt von der florierenden Inlandskonjunktur und dem starken Wachstum des Exports südkoreanischer Industrieprodukte, vor allem nach China. Und die hohe Liquidität des südkoreanischen Marktes deutet laut Experten einen weiteren Anstieg an. Zu den Schrittmachern der jüngsten Erholung zählen die Titel von Posco, dem drittgrößten Stahlkonzern in Asien, und vom weltweit führenden Werftkonzern Hyundai Heavy Industries. Mit dem steigenden Bedarf für Rohstoffe und Materialien wie Stahl aus China steigt der Auftragsbestand von Stahlherstellern. Zudem wächst der Bedarf für Transportkapazitäten, was Schiffswerften bevorteilt.

In der vergangenen Woche hatte der südkoreanische Finanzminister Kwon Okyu von einer beginnenden „Erholungsphase“ der südkoreanischen Wirtschaft gesprochen, bei der die Exporte steigen und auch die Binnennachfrage wieder anziehe. „Im Ausland hat man Südkorea vor allem als Markt für Computerchips angesehen. Das hat sich nun geändert“, sagte Fondsmanager Chang Duk Soo von Schroders Korea in Seoul. Im vergangenen Jahr seien die Aussichten noch „vergleichsweise neblig“ gewesen, sagt er. Jetzt seien klare Verbesserungen zu erkennen, die den Aktienkursen die Aufwärtsrichtung gewiesen hätten.

Im Februar 2005 hatte der Kospi erstmals seit fünf Jahren die Marke von 1 000 Punkten überwunden. Den Dienstagshandel beendete das Aktienbarometer bei 1 992,26 Punkten, wobei das Tageshoch bei 2 005,02 Punkten markiert wurde. Der Aktienmarkt in Seoul befindet sich mit seinen hohen Gewinnen im Einklang mit dem Trend an anderen asiatischen Börsen, darunter Australien, Hongkong, Indien oder Singapur. Experten raten indessen zur Gelassenheit. „Der Kospi über 2 000 Punkten ist nicht mehr als ein Zeichen dafür, dass weiterhin viel Liquidität in den Markt fließt“, sagte Fondsmanager Hugh Young von Aberdeen Asset Management in Singapur. Der Kapitalzufluss in südkoreanische Inlandsfonds war im Monat Juni auf 3,5 Bill. Won (rund drei Mrd. Euro) gestiegen.

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