Sun-Aktie bricht ein
Konjunkturdaten schocken die US-Börsen

Wegen der überraschend schwachen Aussichten für die US-Konjunktur mussten sowohl Standardwerte als auch Technologietitel Federn lassen und gingen mit einem deutlichen Minus aus dem Handel.

HB NEW YORK. Schwache Wirtschaftsdaten haben am Dienstag den Konjunkturerwartungen an der Wall Street einen Dämpfer versetzt und die US-Börsen ins Minus gedrückt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 1,12 Prozent tiefer auf 9275 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 1,06 Prozent ab auf 995 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank um 2,06 Prozent auf 1786 Punkte.

Der Dienstag ist der letzte Handelstag des Monats September und auch des dritten Quartals. Alle drei Börsenindizes wiesen im Vergleich zum Vormonat Verluste aus. So fiel der Dow-Jones-Index im September um 1,5 Prozent, der Nasdaq-Index um 1,3 Prozent und der S&P-Index um 1,2 Prozent. Angesichts der starken Aufwärtsbewegung in den vorangegangenen Monaten lagen allerdings alle drei Indizes deutlich höher als Ende Juni. Der Dow-Jones-Index legte in den drei Monaten um 3,2 Prozent zu, der Nasdaq-Index um 10,1 Prozent und der S&P-Index um 2,2 Prozent. In den vergangenen Monaten hatten Hoffnungen auf eine deutliche Wachstumsbeschleunigung die Kurse an der Wall Street kräftig nach oben getrieben.

Erheblich schwächer als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten deuteten am Dienstag Volkswirten zufolge allerdings eher auf ein abgeschwächtes Wachstumstempo hin. Die Zahlen signalisierten gebremste Geschäfte der Industrie und ein eingetrübtes Konsumklima. So ging der Einkaufsmanager-Index aus dem Großraum Chicago, von dem sich die Finanzmärkte Hinweise auf die Entwicklung des gesamten Verarbeitenden Gewerbes in den USA versprechen, im September überraschend stark zurück. Zudem brach der vom privaten Forschungsinstitut Conference Board ermittelte Index zum Verbrauchervertrauen unerwartet ein.

Für schlechte Nachrichten von Unternehmensseite sorgte Sun Microsystems. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, dass der Verlust im ersten Geschäftsquartal höher als erwartet ausfallen könnte. Der Kurs der Sun-Aktien brach um 14,25 Prozent auf 3,31 Dollar ein. Auch die Titel von Konkurrenten gaben nach. So fielen Hewlett-Packard um 1,33 Prozent auf 19,36 Dollar, IBM um 1,25 Prozent auf 88,33 Dollar und Dell um 2,37 Prozent auf 33,42 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,51 Milliarden Aktien den Besitzer. 1606 Werte legten zu, 1667 gaben nach und 175 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,85 Milliarden Aktien 1280 im Plus, 1932 im Minus und zehn unverändert.

An den US-Kreditmärkten legten die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 1-5/32 auf 102-17/32 Punkte zu, womit sich eine Rendite von 3,937 Prozent ergab. Die 30-jährigen Bonds stiegen sogar um zwei Punkte auf 107-13/32 Zähler. Die Rendite stellte sich auf 4,880 Prozent.

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