Sun Microsystems an der Spitze
Wall Street dreht leicht ins Plus

Schlechter als erwartet ausgefallene Arbeitsmarktdaten auf der einen, die Rückekehr des Euros von seinem Drei-Monatshoch zum Dollar auf der anderen Seite bestimmten den sprunghaften Handel an der Wall Street.

HB NEW YORK. Die US-Aktienbörsen haben am Donnerstag nach sprunghaftem Handel vor dem für Freitag erwarteten Arbeitsmarktbericht zuletzt leicht ins Plus gedreht. Händlern zufolge sorgten Zurückhaltung der Anleger und enttäuschende Daten im Verlauf für richtungslosen Handel. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Markt 0,2 Prozent höher mit rund 9487 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,2 Prozent auf etwa 1020 Zähler. Auch der Index der Technologiebörse Nasdaq lag 0,22 Prozent im Plus mit rund 1836 Punkten.

Der Markt scheine nicht in der Lage zu sein, vor weiteren Konjunkturdaten mehr Schub zu entwickeln, sagten Händler. „Jeder wartet auf den Arbeitsmarktbericht“, erläuterte Taai Izushima von Daiwa Securities America die Situation am Markt. „Es gibt ein Zögern vor dem Arbeitsmarktbericht morgen“, sagte Marktanalyst Paul Cherney von Standard & Poor's Marketscope. Solide Konjunkturdaten hatten am Mittwoch an der Wall Street für Erleichterung gesorgt und die wichtigsten Börsenindizes um zumeist mehr als zwei Prozent in die Höhe getrieben.

Händlern zufolge konzentrieren sich die Anleger nun zunehmend auf den am Freitag anstehenden Arbeitsmarktbericht der US-Regierung für September. Davon versprächen sich die Investoren weitere Hinweise auf die Verfassung der US-Wirtschaft. Die konjunkturelle Erholung in der weltgrößten Volkswirtschaft bleibt bislang noch ohne spürbare Impulse auf die Beschäftigungssituation. Die angespannte Lage am Arbeitsmarkt belastet das Konsumklima und könnte eine Wachstumsbeschleunigung verzögern, wenn die Verbraucher ihre Ausgaben tatsächlich zurückschrauben.

Die am Donnerstag veröffentlichten wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten fielen etwas schwächer aus als erwartet und wiesen damit auf ebenfalls schwache Daten am Freitag hin. So stieg die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche auf 399 000 von 386 000 in der Woche davor. Volkswirte hatten im Schnitt mit 395 000 Anträgen gerechnet.

Mit Enttäuschung seien zudem Auftragseingänge beim Verarbeitenden Gewerbe im August aufgenommen worden, hieß es im Handel. Das Volumen der eingegangenen Bestellungen war zum Vormonat um 0,8 Prozent gesunken.

Unter Technologiewerten waren die Titel des Netzwerk-Computerherstellers Sun Microsystems Umsatzspitzenreiter an der Nasdaq. Die Aktien verloren 1,54 Prozent auf 3,20 Dollar, nachdem Merrill-Lynch-Analyst Steve Milunovich dem Unternehmen unter anderem empfohlen hatte, die Ausgaben zu senken oder Gefahr zu laufen, zum Übernahmeziel zu werden.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,27 Milliarden Aktien den Besitzer. 1941 Werte legten zu, 1265 gaben nach und 218 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,59 Milliarden Aktien 1739 Werte im Plus, 1401 im Minus und 16 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fiel der Kurs der zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel um 18/32 auf 101-31/32 Punkte, womit sich eine Rendite von 4,003 Prozent ergab. Die 30-jährigen Bonds gaben um 25/32 auf 106-14/32 Zähler nach. Die Rendite stellte sich auf 4,941 Prozent.

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