S&P-Downgrade
Dax drohen am Montag weitere Kursverluste

Die deutschen Aktien leiden weiter unter der Herabstufung einiger europäischer Länder durch die Ratingagentur S&P. Im außerbörslichen Handel am Sonntag setzte sich der Kursverfall des Dax fort.
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New YorkAlles deutet auf weitere Kursverluste an den Börsen hin. Beim Düsseldorfer Broker Lang & Schwarz wurde der Deutsche Aktienhandel (Dax) am Sonntagabend mit 6091 Punkten berechnet. Das entspricht einem Minus gegenüber dem Schlussstand vom Freitag im regulären Börsenhandel von 0,85 Prozent. Zeitweise hatte der Dax am Sonntag bis zu 1,35 Prozent verloren. „Wir sehen vor allem Verkäufe von Indexprodukten, in den Einzelwerten passiert nicht so furchtbar viel“, sagte ein Händler.

Bereits am Freitag hatte der Dax auf Gerüchte, die Ratingagentur S&P werde die Bonitätsnote diverser Länder der Eurozone senken, mit einem Kursverlust von 0,58 Prozent reagiert. Diese Gerüchte bewahrheiteten sich nach Börsenschluss in Frankfurt. Unter anderem verlor Frankreich die Topnote „AAA“. Damit könnte die Finanzierung des Rettungsschirms EFSF, an der Frankreich maßgeblich beteiligt ist, in Gefahr geraten, so die Angst vieler Marktteilnehmer.

Der außerbörsliche Aktienhandel bei Brokern wie Lang & Schwarz gilt außerhalb der regulären Börsenzeiten als die beste Indikation auf die Eröffnung der Märkte am nächsten Morgen. Allerdings sind die dort gehandelten Volumina regelmäßig sehr gering, was die Kursbildung verzerren kann. In der Regel zeigen die außerbörslichen Kurse die Tendenz aber richtig an.

Am Montag sind die Börsen in Amerika wegen eines Feiertags geschlossen. Erfahrungsgemäß sind die Kursausschläge an den europäischen Börsen an solchen Tagen oft sehr stark. 

Auch der Euro hatte am Freitag mit deutlichen Abschlägen auf die Nachricht reagiert. Ob die Gemeinschaftswährung zu Wochenbeginn ebenfalls weiter an Wert gegenüber dem Dollar verlieren wird, dürfte sich erst bei Eröffnung der asiatischen Märkte in der europäischen Nacht zeigen.

 

Kommentare zu " S&P-Downgrade: Dax drohen am Montag weitere Kursverluste"

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  • k.h.a.

    "Baerische zeiten wie lange abtzusehen war"
    Und wie ist darauf die Community substantiell vorbereitet?! Forcieren Sie endlich die Unternehmensanalyseeh

  • Herr Benders, Sie können hier am Wochenende hektisch schreiben. Aber was n i c h t geht: Die Garantierenn die Deutschland zu leisten hat werden N i c h t erhöht. Punkt.

  • @ azaziel,
    Sie schreiben "hat ein Land kein Geld, kann es auch nichts importieren"
    Gerade das soll aber verhindert werden, wir brauchen sonst keine Freihandelszone.
    Sie verwechseln Freihandelszone mit Reservat für deutsche Exporte, anscheinend.
    Das Wohl der Menschen steht im Vordergrund und nicht die Interesse der deutschen Wirtschaft.

    (Auch Deutschland kann zu Maßnahmen wie Lohnerhöhungen ermahnt werden, um hohe Überschüsse abzubauen. Allerdings hält es die Kommission für unvorstellbar, dass Sanktionen gegen Überschussländer verhängt werden). (nicht von mir, Kopie & paste)

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