Swiss Life nach Jahreszahlen im Fokus
Schweizer Börse schließt im Minus

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt ist am Dienstag zunächst freundlich in den Tag gestartet, hat bis zur Mittagszeit die Gewinne hergegeben und am Nachmittag gar ins Minus gedreht. Genauso wie die positiven Schlussstände der Wall Street vom Vortag am Morgen noch für freundliche Notierungen gesorgt hatten, waren die Abgaben am Nachmittag eine Folge der schwachen US-Eröffnung.

Aus Schweizer Sicht standen Swiss Life nach Jahreszahlen im Fokus. Daneben kam der Großteil des Nachrichtenflusses aus dem breiten Markt: dort hatten Rieter, Calida, Medisize, Tamedia oder OC Oerlikon über den Geschäftsgang im 2006 informiert.

Der SMI ging um 17.30 Uhr auf 8 966,29 Punkten aus dem Rennen, im Vortagesvergleich entsprach dies einem Minus von 0,44 Prozent. Der SPI büßte 0,31 Prozent auf 7 182,36 Stellen ein.

Swiss Life verbilligten sich um 1,9 Prozent auf 305 Franken; einzig Julius Bär (-2,0%) verbuchten noch größere Abschläge. Die vorbörslich publizierten Geschäftszahlen des Versicherers wurden am Markt als gut bewertet. Analysten bemängelten jedoch, dass kein Aktienrückkaufprogramm geplant ist.

Im gleichen Sektor schlossen Swiss Re (-0,5% auf 109,40 CHF) und ZFS (-0,5% auf 348,25 CHF) im Mittelfeld, während Baloise unverändert aus dem Handel gingen. Belastet wurde der Index von CS (-0,8% auf 88,50 CHF), Novartis (-0,5% auf 68,80 CHF) und Roche (-0,6% auf 217,80 CHF). Der Roche -Genussschein profitierte somit weder von der Höherstufung durch BNP Paribas auf "Outperform" noch von der US-Zulassungsantrag für Xelox bei metastasierendem Dickdarmkrebs.

Spitzenreiter waren am Berichtstag Lonza , Ciba und Swatch, die je gut ein Prozent zulegten. Am breiten Markt reagierten Calida (+3,7%), Medisize (+1,2%) und Nebag (+2,4%) positiv auf am Morgen veröffentlichte Geschäftszahlen. Die Wäscheherstellerin Calida hatte die Markterwartungen übertroffen; zudem fielen die Restrukturierungskosten bei Aubade tiefer aus als befürchtet. Bei Medisize hatten sich die Sparten unterschiedlich entwickelt; der Grossteil des Geschäftsabschlusses 2006 war bereits seit Mitte März bekannt, so dass größere Überraschungen ausblieben.

WMH hielten sich lange auf positivem Terrain, tauchten dann vorübergehend ins Minus ab, um letztlich 0,2% höher zu schliessen. Der Geschäftsabschluss wurde am Markt positiv kommentiert, dafür liess Händlern zufolge der 'etwas rätselhafte Ausblick für 2007' einige Fragen offen.

Rieter (-5,3%), Tamedia (-4,1%) und OC Oerlikon (-3,0%) standen nach Zahlen ebenfalls unter Druck. Bei Rieter wurden die Kursabschläge auf Sonderkosten und die Automotive-Schwäche zurückgeführt, und bei OC Oerlikon hieß es, das Ergebnis sei gefärbt von mehreren Spezialeffekten. Beim Verlagshaus Tamedia war von 'soliden Zahlen' die Rede, die jedoch die Markterwartungen verfehlt hätten.

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