Talfahrt wurde durch positive US-Vorgaben gebremst
Zinserhöhung in China zieht asiatische Börsen ins Minus

Die überraschende Leitzinserhöhung der chinesischen Zentralbank hat am Freitag die meisten asiatischen Börsen ins Minus gezogen.

HB SINGAPUR. Händler verkauften vor allem Aktien von Stahl- und Logistikunternehmen, bei denen sie sich Anleger große Gewinne auf dem rasch wachsenden chinesischen Markt versprochen hatten. Die Talfahrt der Tokioter Börse wurde Händlern zufolge von den positiven Vorgaben der Wall Street gebremst, die wiederum durch den gesunkenen Ölpreis ins Plus getrieben worden war. Ein Barrel (rund 159 Liter) US-Öl verbilligte sich um mehr als einen Dollar auf 50,60 Dollar, nachdem der Preis bereits am Vortag weiter nachgegeben hatte. Der Euro stieg auf rund 1,2737 Dollar und lag damit etwas höher als am Vortag. Auch zum Yen gab der Dollar nach einer kurzen Rally auf rund 106,6 Yen nach.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,75 Prozent im Minus bei 10771,42 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index verlor bis Handelsschluss 0,44 Prozent auf 1085,43 Zähler.

Von Kursverlusten war vor allem Japans größtes Stahlunternehmen Nippon Steel Corp. betroffen. Dessen Aktien fielen trotz positiver Geschäftszahlen vom Vortag um mehr als drei Prozent. Auch der Konkurrent JFE Holdings gab um 2,5 Prozent nach. Reedereien wie Nippon Yusen standen ebenfalls auf den Verkaufslisten, die Aktie büßte etwa 1,7 Prozent ein. Auch die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong und Singapur mussten leichte Verluste hinnehmen. Lediglich die Börse in Taiwan schloss leicht im Plus.

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