TecDax notiert im Minus
Dax setzt Konsolidierung fort

Nach den Kursgewinnen der vergangenen Woche haben die deutschen Aktien am Dienstag im Sog einer schwächeren Tendenz an der Wall Street ihren Konsolidierungskurs fortgesetzt. Unerwartet stark gestiegene Erzeugerpreise in den USA belasteten die Frankfurter Börse deutlich.

HB FRANKFURT. Nach einem lustlosen Frühhandel zeichnete der Deutsche Aktienindex Dax den Abwärtstrend der Wall Street nach und schloss um 0,41 Prozent schwächer bei 4117,22 Punkten nahe seines Tagestiefs von 4 107 Zählern. Während der MDax um 0,34 Prozent auf 5189,04 Zähler nachgab, sank der TecDax um 1,22 Prozent auf 509,82 Punkte.

Im Oktober waren die Erzeugerpreise nach Angaben des US- Arbeitsministeriums um 1,7 Prozent gestiegen, während Volkswirte nur mit einem Anstieg um 0,6 Prozent gerechnet hatten. Für die Börsianer wird nun eine weitere Leitzinsanhebung der Notenbank in Washington noch vor Weihnachten wahrscheinlicher, was die Kreditaufnahme verteuern und die Konjunktur entsprechend belasten würde. Zugleich sei der hohe Eurokurs wieder stärker ins Blickfeld gerückt, berichteten Händler.

Händler verwiesen auf Zinsängste angesichts schlechter Inflationsdaten. Verunsicherung gehe auch wieder vom Ölmarkt aus, wo sich der von vielen in den letzten Tagen erhoffte deutliche Preisrückgang nicht fortsetzte. Der Terminkontrakt auf ein Barrel (rund 159 Liter) der US-Leichtölsorte WTI pendelte vielmehr um das Vortagesschlussniveau von knapp 47 Dollar. Der Euro verharrte auf Kurse nur knapp unter 1,30 Dollar. „Um das Jahreshoch wirklich zu knacken, müssten wohl Euro und Öl noch einmal deutlich runter“, fasste BW-Bank-Händler Stephan Linz die Marktstimmung zusammen. Nachdem der Dax am Vortag das Jahreshoch von 4 175 Punkten nicht habe nehmen können, machten jetzt einige Marktteilnehmer einfach Kasse, begründete Händler Peter Lüdke von Merck Finck die Kursverluste. Der Umsatz im Dax war auf Xetra mit 84 (Vortag 78,3) Mill. Stück weiter unterdurchschnittlich.

Größter Verlierer waren die Aktien der Lufthansa, die 2,3 % auf 10,54 € nachgaben. „Da ist nach der schönen Performance der letzten Tage die Luft ein bisschen raus“, sagte ein Händler. Offenbar nutzten einige Anleger den neuerlichen Anstieg der Ölpreise am Dienstag zu Gewinnmitnahmen. Auch die anderen europäischen Fluggesellschaften wurden durchgehend mit Kursverlusten gehandelt. Bei Europas größtem Touristikkonzern TUI und dem Mischkonzern Thyssen-Krupp machten die Investoren Händlern zufolge ebenfalls Kasse. TUI fielen um 1,5 %, ThyssenKrupp um 1,2 %.

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