Tech-Werte sind die größten Verlierer - Zahlreiche belastende Faktoren
Dax: Kaufinteresse läßt spürbar nach

Die deutschen Aktien haben am Dienstag schwach geschlossen. Der Leitindex Dax gab um 1,28 Prozent auf 3 966,48 Punkte ab. Der MDax der mittelgroßen Werte verlor 0,87 Prozent auf 5 086,64 Punkte und der TecDax fiel um 2,05 Prozent auf 505,78 Zähler.

HB FRANKFURT/M. „Ich sehe den Hauptgrund für die Marktschwäche darin, dass bereits in den Vortagen das Kaufinteresse spürbar nachgelassen hatte und dem Dax die Impulse nach oben fehlten“, sagte ein Händler. 3 900 Punkte könnten nun durchaus erneut getestet werden, sagte er. Die Hoffnung auf eine anhaltende Erholung der Wirtschaft in Deutschland erhielt außerdem zum dritten Mal in Folge einen kräftigen Dämpfer. Laut der monatlichen Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) trübte sie sich im Oktober spürbar ein.

Technologie-Titel wurden belastet von teilweise enttäuschenden Quartalszahlen des niederländischen Elektronikherstellers Philips und dessen verhaltenen Ausblick. Unter diesen Nachrichten litt Infineon als prozentual schwächster Dax-Wert mit minus 2,95 Prozent auf 8,22 Euro. Siemens-Aktien gaben um 1,47 Prozent auf 60,45 Euro nach. Die Aktie des TecDax-Schwergewichts Micronas verbilligte sich um 4,86 Prozent auf 31,68 Euro.

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Aktien der Autohersteller litten stark unter dem Ölpreis-Hoch. Zudem verwiesen Experten auf die Zulassungszahlen für Westeuropa, die am Mittwoch schwach ausfallen dürften. Daimler-Chrysler büßten 2,51 Prozent auf 33,47 Euro ein, BMW verloren 2,37 Prozent auf 33,42 Euro und Volkswagen gaben um 0,83 Prozent auf 33,36 Euro nach. Hier gehen die Tarifverhandlungen in die dritte Runde. VW-Verhandlungsführer Josef-Fidelis Senn gab sich optimistisch, dass beim Streit über Beschäftigungssicherung eine Annäherung an die Gewerkschaft erreicht werden kann.

Im MDax verwandelten die Papiere der Hannover Rück ihre kräftigen Verluste vom Morgen in Gewinne und legten um 0,80 Prozent auf 25,20 Euro zu. Der Rückversicherer hatte vorbörslich erklärt, er könnte nach den hohen Hurrikanschäden seine Gewinnziele für 2004 nicht mehr einhalten. Nach Einschätzung von Händlern seien einige positive Aussagen zu den laufenden Vertragsverhandlungen und zur Dividendenpolitik in den Vordergrund gerückt. Zudem habe die reduzierte Prognose den Markt „nicht völlig überraschend“ getroffen.

Der deutsche Rentenmarkt tendierte fester. Die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere fiel auf 3,64 (Montag: 3,67) Prozent. Der REX-Rentenindex stieg um 0,18 Prozent auf 119,26 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,35 Prozent auf 116,46 Punkte zu. Der Euro-Kurs fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2312 (Montag: 1,2392) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8122 (0,8070) Euro.

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