Technologiewerte führen Abwärtstrend in Asien an
Schwache Nasdaq-Vorgabe zieht Börse Tokio ins Minus

Die positiven Quartalszahlen von Technologieunternehmen haben nur zu einer kurzzeitigen Rally an den Aktienmärkten geführt: Am Donnerstag fielen die Technologiewerte an den asiatischen Märkten wieder und zogen andere Werte mit. Sie folgten damit dem von der Wall Street vorgegebenen Trend, wo der Nasdaq-Index um 2,23 Prozent nachgegeben hatte.

HB SINGAPUR. Der Goldpreis blieb wenig verändert, nachdem er am Mittwoch auf ein Zwei-Wochen-Tief von 394.40 Dollar gefallen war. Der Preis für ein Barrel US-Öl lag knapp unter 41 Dollar.

Die Tokioter Börse schloss im Minus. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index fiel um 1,3 Prozent und ging mit 11 285 Punkten aus dem Markt. Der breiter gefasste Topix-Index schloss mit 1144 Zählern 0,82 Prozent im Minus. Auch die anderen asiatischen Börsen lagen unter ihren Vortagesschluss.

Nach den positiven Quartalsergebnissen einiger großer Technologiefirmen rückten am Donnerstag in Asien wie schon zuvor an der Wall Street wieder die pessimistischen Prognosen für die Technologiebranche in den Vordergrund. Analysten erwarten eine sinkende Nachfrage und fallende Preise. „Der Pessimismus bei Technologieaktien wächst unter den globalen Anlegern. Die meisten glauben, dass sie ihren Kurshöhepunkt überschritten haben“, sagte Kim Hak Kyun von Goodmorning-Shinhan Securities Co in Südkorea.

„Anfang der Woche hatten die Investoren irgendwie gehofft, dass der US-Markt bald seinen Tiefpunkt erreichen würde“, sagte Yasuo Ueki von Poko Financial Office. „Aber jetzt machen sich die Leute mehr Sorgen darüber, wie viel weiter er noch fallen kann.“

Besonders betroffen waren Unternehmen wie der weltweit zweitgrößte Hersteller von Maschinen zur Chipfertigung, Tokyo Electron, dessen Titel um 2,02 Prozent auf 5 340 Yen fielen. Auch die Aktien des weltgrößten Herstellers von LCD-Fernsehern, Sharp, sanken um 2,32 Prozent auf 1 601 Yen. Zuvor hatte die Zeitung „Nihon Keizai“ berichtet, die LCD- Hersteller in Südkorea und Taiwan hätten sich angesichts einer geringeren Nachfrage und eines höheren Angebots darauf verständigt, die Preise für einige ihrer Produkte um drei bis sechs Prozent zu senken.

Optimistische Äußerungen von US-Notenbank-Präsident Alan Greenspan zur US-Konjunktur haben den Dollar am Donnerstag in Fernost gestützt. Der Euro lag bei 1,2264 Dollar und damit nur gering verändert zum Kurs am Vortag in New York. Zum Yen lag der Dollar bei 109,74 Yen ebenfalls stabil.

„Greenspan hat eindeutig angedeutet, dass die Zinsen steigen werden, also schätze ich mal, dass der Devisenmarkt darauf reagiert hat“, sagte Satoshi Tokuda von Sumitomo Corp. „Viele glauben, dass der Dollar zum Yen in einem Korridor verharren wird. Aber wenn er deutlich über 110 Yen steigt, dann wird sich die Einstellung zum Dollar deutlich verbessern“, sagte er.

Greenspan hatte sich am Dienstag und Mittwoch zuversichtlich zu den Aussichten der US-Konjunktur geäußert und zugleich bekräftigt, die Geldpolitik in gemäßigtem Tempo straffen zu wollen. Bereits am Mittwoch hatten Analysten seine Aussage vor dem US-Kongress als wichtigen Handelsfaktor in Fernost bezeichnet.

Ein Barrel Erdöl kostete am US-Markt 40,57 Dollar. Für die Feinunze Gold wurden 396,40 Dollar gezahlt.

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