Technologiewerte im Minus: US-Börsen zum Wochenausklang nahezu unverändert

Technologiewerte im Minus
US-Börsen zum Wochenausklang nahezu unverändert

Nach soliden Konjunkturdaten haben am Freitag Gewinnmitnahmen die US-Aktienmärkte belastet. Dabei erzielten die Standardwerte zum Ende ein kleines Plus. Die Technologiewerte tendierten dagegen knapp behauptet.

HB NEW YORK. Marktbeobachtern zufolge setzten sich an der Wall Street nach dem positiven Handelsstart wieder Befürchtungen durch, dass die Kurse zu weit nach oben geschossen seien. Der Standardwerte-Index Dow Jones ging mit plus 0,04 Prozent bei 10.584 Punkten aus dem Handel. Auch der breiter gefasste S&P-500-Index lag kaum verändert auf 1145 Zählern. Der Index der Technologie-Börse Nasdaq dagegen verlor 0,14 Prozent auf knapp 2030 Punkte.

„Es gibt ein Tauziehen“, kommentierte Investmentstratege Alfred Kugel von Stein Roe Investment Counsel das Marktgeschehen: „Leute, die sich im Markt engagiert haben, machen sich Sorgen um die Bewertung, und wenn der Markt dann nach oben geht, tätigen sie Gewinnmitnahmen. Und dann gibt es noch die Leute, die zu wenig investiert haben und die immer dann einsteigen, wenn es fallende Kurse gibt.“

Positive Impulse kamen von soliden Konjunkturdaten. So legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA im vierten Quartal 2003 annualisiert um 4,1 Prozent und damit etwas stärker zu als mit 4,0 Prozent zunächst angenommen. Grund waren vor allem nach oben revidierte Zahlen zum Investitionsanstieg. Volkswirte werteten dies als erfreuliches Zeichen für die weitere Konjunkturerholung.

Solides Geschäftswachstum

Außerdem deutete der Chicagoer Einkaufsmanagerindex für Februar auf ein zwar verlangsamtes, aber immer noch solides Geschäftswachstum der Industrie im Großraum Chicago hin. Als positiv werteten Volkswirte insbesondere den Anstieg des Teilindexes für Beschäftigung, der Stellenzuwächse signalisiert. Der von der Universität Michigan ermittelte Index zum Verbrauchervertrauen verzeichnete im laufenden Monat zwar einen Einbruch. Volkswirte hatten aber mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet.

Schwächster Wert im Dow Jones war die Aktie des Spezialmaschinenbauers Caterpillar , die um 2,82 Prozent auf 75,75 Dollar fiel. Caterpillar hat von dem insolventen Maschinenbau-Konzern Babcock Borsig die Schweizer Turbomach für einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag gekauft.

Auftrieb hingegen kamen von United Technologies, Boeing und Merck & Co. United Technologies standen an der Dow-Spitze mit einem Plus von 2,48 Prozent auf 92,11 Dollar. Boeing erholten sich von den Vortagsverlusten und stiegen um 2,19 Prozent auf 43,37 Dollar. Merck legten um 0,92 Prozent auf 48,08 Dollar zu, nachdem der Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson von dem Pharmakonzern dessen 50-prozentigen Anteil Gemeinschaftsunternehmen Johnson & Johnson MSD Europe gekauft hatte.

Im Blickpunkt der Anleger standen außerdem die Aktien des Software-Konzerns Oracle und seines Konkurrenten PeopleSoft. Das US-Justizministerium hatte bekannt gegeben, die feindliche Übernahme von PeopleSoft durch Oracle unterbinden zu wollen. Oracle fielen zum Schluss um gut drei Prozent. PeopleSoft gaben indessen um 0,92 Prozent nach.

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