Techwerte unter Druck
US-Börsen schließen uneinheitlich

.An der Wall Street sind Technologiewerte am Donnerstag vor einem nach Börsenschluss veröffentlichten Quartalszwischenbericht des Chip-Weltmarktführers Intel leicht unter Druck geraten. Standardwerte präsentierten sich angesichts einer Stabilisierung des Ölpreises allerdings im Plus, wobei Aktien von Energiekonzernen allerdings unter Druck gerieten.Insgesamt schlossen die US-Börsen uneinheitlich.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit 10.851 Punkten 0,42 Prozent im Plus, nachdem er zwischen 10.875 und 10.780 Punkten geschwankt hatte. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,19 Prozent auf etwa 1209 Punkte zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 0,08 Prozent auf rund 2059 Zähler ein.

Am Markt hieß es, wahrscheinlich hätten die Händler in den Preisen bereits eine mögliche Erhöhung der Intel-Umsatzprognose vorweggenommen. Die Intel-Aktie, die in diesem Jahr bereits um fünf Prozent zugelegt hat, schloss mit 24,85 Dollar praktisch unverändert.

Zu den Kursgewinnern gehörten hingegen die Aktien des US-Chipherstellers National Semiconductor, die im abgelaufenen Quartal trotz eines Gewinnrückgangs die Erwartungen der Analysten übertroffen hatten. Die Aktie schloss mit 21,12 Dollar 5,65 Prozent im Plus.

Händler nannten als einen der positiven Faktoren für das Marktgeschehen den unerwarteten Anstieg der Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA. Das US-Arbeitsministerium hatte mitgeteilt, dass die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche zum 5. März auf 327.000 von 310.000 in der Vorwoche gestiegen war. Dieser Anstieg habe die Inflationssorgen gemindert, die am Vortag die US-Börsen ins Minus getrieben hatten, sagten Händler. Die Sorge vor steigenden Preisen hatte zur Wochenmitte Ängste vor wachstumshemmenden aggressiven Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed ausgelöst. Gewinne zum Börsenauftakt am Donnerstag seien jedoch angesichts des weiterhin relativ hohen Ölpreises verhalten ausgefallen, hieß es weiter.

Der Preis für leichtes US-Öl lag gegen Börsenschluss mit 53,58 Dollar knapp unter Vortagesniveau. Die leichte Entspannung beim Ölpreis, der erst jüngst auf neue Rekordmarken gestiegen war, verursachte Kursverluste der Aktien des US-Ölkonzerns ChevronTexaco, die um 2,13 Prozent auf 58,49 Dollar fielen. Auch die Papiere des US-Konkurrenten ExxonMobil gaben nach und büßten 0,69 Prozent auf 60,37 Dollar ein. Zu den Kursgewinnern zählten die Aktien des Autobauers General Motors, die um 1,56 Prozent auf 34,61 Dollar zulegten. Der Konzern hatte vor Kurzem mit neuen Verkaufsanreizen für Modelle der Marke Cadillac die Rabattschlacht am US-Automarkt weiter angeheizt. Auch die Aktien des Konkurrenten

Ford

legten zu. Sie gewannen 0,24 Prozent auf 12,37 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,6 Milliarden Aktien den Besitzer. 1383 Werte legten zu, 1938 gaben nach und 165 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,8 Milliarden Aktien insgesamt 1250 Werte im Plus, 1821 im Minus und 173 unverändert.

An den US-Kreditmärkten gewannen die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 14/32 auf 96-08/32 Punkte. Sie rentierten mit 4,46 Prozent. Die 30-jährigen Bonds legten um 1-4/32 auf 109-2/32 Zähler zu. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,763 Prozent.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%