Teils heftige Kursausschläge in der zweiten Reihe
Dax schließt fast unverändert

Kursgewinne bei den Index-Schwergewichten Eon und RWE haben am Montag den Deutschen Aktienindex (Dax) gestützt. Der Anstieg des Ölpreises dämpfte die Stimmung insgesamt aber etwas.

HB FRANKFURT. Der Dax schloss mit 4350,49 (plus 1,85) Punkten nahezu unverändert. Größter Gewinner unter den Standardwerten waren die Aktien von Schering, die mit einem Plus von 2,9 Prozent auf den Verkaufsstopp für ein Multiple-Sklerose-Medikament ihrer Konkurrenten Elan und Biogen reagierten.

Der MDax für die größten Nebenwerte stieg um 0,4 Prozent. Größter Verlierer im MDax waren Medion. Die Aktien verloren 12,3 Prozent an Wert, nachdem der Elektronikgroßhändler die Märkte mit einem unerwartet starken Ergebniseinbruch geschockt hatte.

Der kalte Winter in Europa und den USA ließ an den Terminmärkten die Preise für Öl auf deutlich über 50 Dollar je Barrel (159 Liter) steigen. Im Aktienhandel löste dies stärkere Nachfrage nach Papieren der Versorger aus. Sie könnten von steigenden Preisen profitieren und hatten nach den Verlusten der vergangenen Woche Nachholbedarf. RWE stiegen um 1,2 Prozent, Eon um 0,5 Prozent. Insgesamt fürchteten Händler aber, dass der hohe Ölpreis die Konjunkturentwicklung bremsen könnte. Daneben belastete auch die schwächere Tendenz an der Wall Street den Dax.

Schering-Aktien legten zeitweise mehr als sieben Prozent zu, was Händler aber als übertrieben beschrieben. Der US-Konzern Biogen Idec und die irische Elan zogen ihr gerade erst in die Verkaufsregale gebrachtes MS-Mittel Tysabri zurück. Während sich die Aktienkurse der beiden Konzerne in New York und Dublin halbierten, zogen die der Konkurrenten spürbar an. Analyst Karl-Heinz Scheunemann vom Bankhaus Metzler sagte, Tysabri sei als Bedrohung für das Schering-Medikament Betaferon gesehen worden. „Im Markt hatte es ja die Angst gegeben, dass Betaferon Marktanteile verliert. Insofern ist das positiv für Schering“, sagte Scheunemann.

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