Tiefster Stand seit 22 Jahren
Kurse fallen an der Athener Börse

In Athen sind die Aktienkurse auf den tiefsten Stand seit 22 Jahren gefallen. Damit haben die griechischen Aktien seit Beginn der Rezession fast 90 Prozent an Wert eingebüßt. Die OECD warnte vor den Folgen für Europa.
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AthenDie politischen und wirtschaftlichen Unwägbarkeiten haben die Aktienkurse an der Börse in Athen am Dienstagnachmittag auf den tiefsten Stand seit 22 Jahren fallen lassen. So gab der Index um 1,84 Prozent auf 534,55 Zähler nach und geriet damit leicht unter den Durchschnitt im Jahr 1990. Seit dem Beginn der Rezession 2008 haben griechische Aktien fast 90 Prozent an Wert eingebüßt.

Einen wenig positiven Ausblick hatte zuvor die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geliefert. So würde das griechische Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 5,3 Prozent und 2013 um weitere 1,3 Prozent schrumpfen, prognostizierte die OECD. Der Eurozone insgesamt drohe ein wirtschaftlicher Rückgang von zwei Prozent, teilte die Organisation mit, die in diesem Zusammenhang vor dem Risiko einer „schweren Rezession“ im Euroraum warnte.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Tiefster Stand seit 22 Jahren: Kurse fallen an der Athener Börse"

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  • @ Nichtamigo

    Glauben Sie nicht dass da viel Propaganda dabei ist.. Sicher ist die Verwaltung schlechter als unsere - noch. Und mafiöse Strukturen gibt es bei uns auch.

    Buchempfehlung: Der Deutschland-Clan von Jürgen Roth

  • Meine Frau und ich gehen ab und zu in ein griechisches Restaurant. Die Küche ist hervorragend, die Weine sind Spitze! Die Eigner des Resraurants sind mit drei Generationen vertreten und ganz oder teilweise in die Arbeit eingebunden, obwohl - wiederum teilweise - hoch gebildet und in anderen Berufen engagiert.
    Vor Monaten, lange vor dem heutigen "Griechenland-Disaster", sagte der uns der Junior-Chef, die EU solle bloß nicht mit irgend welchen Finanzspritzen versuchen, seinem Land zu helfen, denn es werde erstens nicht gelingen und man werde zweitens das Geld nie zurück erhalten und drittens werde Griechenland beleidigt sein, ein Almosen empfangen zu haben. Denn darauf sei man ja nicht angewiesen, als Wiege der Demokratie.
    Tja, so Unrecht hatte er wohl nicht - oder.....?

  • Was mir am meisten stinkt: Den Griechen fehlt offensichtlich jegliches Schuldgefühl dafür, daß sie seit Jahren unberechtigt Rente für längst Verstorbene, Gehälter im Öffentlichen Dienst trotz Nichtbeschäftigung, fehlende Steuerzahlungen durch florierenden Schwarzmarkt und weitere mafiöse Strukturen geleistet haben. Dazu kommt jegliche fehlende Infrastruktur für das Grundbuchwesen und damit fehlende Steuerveranlagung. Jeder hinterafrikanische Staat ist hier besser aufgestellt. Dies Feststellung bringt uns zwar in der aktuellen Situation nicht weiter, berechtigt aber zu Hilfestellung, um dies zu ändern. Wenn dies dennoch als Bevormundung empfunden wird, muß Griechenland den Euroraum verlassen - basta !

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