Titel verlieren mehr als neun Prozent
Premiere-Aktien brechen ein

Die Platzierung von Premiere-Aktien durch Firmenchef Georg Kofler hat den Kurs des Bezahlfernsehsenders unter Druck gesetzt. Doch gleichzeitig will Kofler 20 Millionen Euro in das Unternehmen reinvestieren.

HB FRANKFURT. Im Xetra-Handel verloren die Premiere-Aktien zum Handelsstart um mehr als neun Prozent und notieren bei 15,81 Euro. Am Montag hatten sie bereits 2,5 Prozent auf 17,40 Euro verloren. „Die Platzierung lastet heute natürlich auf der Aktie“, sagte Commerzbank-Analyst Michael Schatzschneider. „Fundamental hat es allerdings keinerlei Auswirkungen auf das Unternehmen.“

Kofler hatte sich von 11,4 Millionen Premiere-Aktien getrennt, will aber mindestens 20 Millionen Euro in den Bezahlsender reinvestieren und damit doppelt so viel wie ursprünglich angegeben. „Das ist ein substanzieller Teil seiner Nettoerlöse aus der Platzierung“, sagte ein Premiere-Sprecher am Dienstag. Als Teil der Transaktion werde er mindestens zehn Millionen Euro in Premiere-Aktien zum Platzierungspreis investieren, hatte es zuvor geheißen.

Das verkaufte Paket entsprach 11,6 Prozent des Grundkapitals der Premiere AG, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Das Angebot war an institutionelle Investoren gerichtet und Goldman Sachs hat die Transaktion als alleiniger Manager begleitet.

Bisher sei die Beweglichkeit seiner Premiere-Aktien durch ein Mezzanine-Darlehen, das Teil seines Einstiegspakets als Investor gewesen sei, erheblich eingeschränkt gewesen. Mit dieser Transaktion will er seine Flexibilität als Unternehmer und Investor verbessern, wie der Pay-TV-Sender erklärte.

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