Tokio
Asiens Börsen drehen ins Plus

Die Aktienmärkte in Fernost haben nach anfänglichen Kursverlusten am Donnerstag überwiegend höher geschlossen. Der Nikkei in Tokio drehte vor allem dank Kursgewinnen bei Telekom- und Stahlkonzernen ins Plus.

HB HONGKONG. Der 225 Werte umfassende Index hatte im Handelsverlauf auf dem tiefsten Niveau seit einer Woche tendiert, weil Anleger sich erneut um die Kreditwirtschaft und die Konjunktur in den USA gesorgt hatten. Anlass dazu gaben ihnen Berichte über eine verschlechterte Lage am US-Häuser- und Arbeitsmarkt.

Der Nikkei-Index schloss 0,61 Prozent höher bei 16 257 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank dagegen leicht um 0,06 Prozent auf 1568 Zähler. Die Aktienmärkte in Südkorea, Singapur und Schanghai notierten höher. Die Börse in Taiwan schloss mit 9 017,08 Punkten sogar auf einem Einmonatshoch. Die Börse in Hongkong verlor 0,4 Prozent.

„Die Nachrichten aus dem Kreditmarkt bleiben sehr unschön. So lange das so bleibt, werden die Märkte sehr volatil bleiben“, sagte Tim Rocks von Macquarie Securities in Hongkong. „Aber die asiatischen Aktien haben sich in den vergangenen zwei Wochen erholt und das ist auch sinnvoll, weil die fundamentalen Daten dieser Region so stark sind und sie eine Schwäche in den USA aushalten sollten.“

Zu den Gewinnern in Tokio gehörte die Aktie des Telekommunikationskonzerns KDDI. Sie schloss 2.5 Prozent höher. Auch die Papiere von Canon drehten nach anfänglichen Verlusten ins Plus und notierten 0,2 Prozent höher. Zu den Verlierern zählten die Aktien des Immobilienunternehmens Sumitomo Realty and Development. Sie verbilligten sich um 4,3 Prozent. Die Aktie des Autobauers Honda fiel 0,5 Prozent.

Die New Yorker Börsen hatten nach einem Konjunkturbericht der US-Notenbank tiefer geschlossen. Das Beige Book deutete darauf hin, dass die Lage doch nicht schlimm genug sein könnte, um im September eine Zinssenkung zu bewirken. Zudem waren die Zahl der Häuserverkäufe im Juli überraschend stark auf den tiefsten Stand seit September 2001 gefallen. Das schürte bei Anlegern die Sorge vor einer Ausweitung der US-Hypothekenkrise auf andere Märkte. Der Dow-Jones-Index verlor 1,07 Prozent auf 13 305 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index ging um 1,15 Prozent auf 1472 Zähler zurück. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank 0,92 Prozent auf 2605 Stellen.

Der Euro tendierte in Fernost vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Nachmittag kaum verändert. Ein Euro wurde mit 1,3647 Dollar bewertet. Der Dollar wurde mit 115,39 Yen gehandelt nach 115,18 Yen im späten US-Geschäft.

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