Tokio
Nikkei schließt schwächer

Gewinnmitnahmen haben am Freitag die Tokioter Börse belastet. Nach den jüngsten Kursanstiegen hätten viele Anleger Kasse machen wollen, sagten Börsianer. In Shanghai drückten Sorgen vor einer Überhitzung des Aktienmarktes die Kurse.

HB TOKIO. Vor allem Technologie- und Exportwerte verzeichneten Abschläge. Der 225 Werte umfassende Leitindex Nikkei verlor 0,4 Prozent auf 10 494 Punkte, nachdem er noch am Donnerstag auf dem höchsten Stand seit drei Monaten geschlossen hatte. Der breiter gefasste Topix gab 0,5 Prozent auf 909 Zähler nach. In Shanghai drückten Sorgen vor einer Überhitzung des Aktienmarktes die Börse um 0,4 Prozent ins Minus auf 3141 Punkte. Die überraschende Börsengang-Ankündigung von Anhui Xinhua Media veranlasste die Investoren zu Vorsicht. Insgesamt war der Handel in Asien aber gering, weil viele Börsen wegen Weihnachten geschlossen blieben.

Zu den Verlieren in Tokio gehörte Canon. Die Papiere des Kamera- und Bürogeräteherstellers büßten 1,7 Prozent ein. Noch am Vortag hatten sie nach der EU-Genehmigung zur Übernahme des niederländischen Drucker- und Kopiererspezialisten Oce deutlich zugelegt. Die Aktien des zweitgrößten Ausrüsters der Chipindustrie, Tokyo Electron verloren ebenfalls 1,7 Prozent. Die Börse in Taiwan gewann dagegen 0,1 Prozent und ging auf dem höchsten Stand seit 18 Monaten aus dem Handel. Vor allem Speicherchiphersteller trieben den Markt an, die von der Hoffnung auf eine Belebung der Nachfrage profitierten. Zudem ließ die Notenbank den Leitzins unverändert bei historisch niedrigen 1,25 Prozent. Börsianer deuteten dies als Hinweis darauf, dass die Notenbank von einer moderaten Erholung der Wirtschaft ausgeht.

Auf dem Devisenmarkt tendierte der Dollar am Freitag fester bei 91,43-44 Yen nach 91,22-24 Yen vom Donnerstag. Der Euro lag bei 1,4370-4374 Dollar, nach 1,4365-4366 vom Donnerstag. Auch zur japanischen Währung tendierte er fester bei 131,25-75 Yen nach.

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