Tokios Börse schließt schwächer
US-Notenbank verdirbt japanischen Anlegern die Laune

Die Börse in Tokio hat am Mittwoch schwächer geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte gab nach der negativen Vorgabe der Wall Street vom Vortag um 48,95 Punkte oder 0,36 % nach und ging beim Stand von 13 689,89 Punkten aus dem Markt. Der breiter gefasste Topix Index verlor 0,9 % auf knapp 1410 Punkte.

HB TOKIO. Belastet wurde das Marktgeschehen durch die Aussicht auf einen weiteren Anstieg der Leitzinsen in den USA. Hochrangige Vertreter der US-Notenbank Fed stellten eine weitere Straffung der Geldpolitik zur Eindämmung der Inflation in Frage und dämpften damit die Kauflaune der Anleger. Daran konnte auch der zuletzt wieder erstarkte Dollar nichts ändern, der grundsätzlich den asiatischen Exporteuren bessere Geschäfte verspricht und dem japanischen Börsenindex Nikkei am Dienstag zu seinem höchsten Schlussstand seit Mai 2001 verholfen hatte.

Auch der Hang Seng in Hongkong, sowie die Leitindizes in Südkorea und Singapur gaben teild deutlich nach. Die US-Börsen hatten am Vorabend ebenfalls schwächer geschlossen. Der Dow Jones verließ den Handel 0,9 % ermäßigt mit 10 441 Punkten, der S&P 500 fiel um ein Prozent auf 1214 Zähler und der Nasdaq Composite gab 0,8 % auf 2139 Stellen nach.

Der Präsident der Fed Philadelphia, Anthony Santomero, hatte in der Nacht erklärt, die US-Notenbank werde die Leitzinsen zum Ausgleich des Preisdrucks weiter erhöhen müssen. Ansonsten könnte der derzeitige zyklische und durch hohe Energiekosten getragene Preisdruck das Inflationsniveau dauerhaft anheben. Der Chef der Fed von Dallas, Richard Fisher, sagte, die Kerninflationsrate befinde sich derzeit bereits am oberen Ende der für die US-Notenbank tolerablen Spanne.

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