Tokioter Börse
Nikkei im Plus

Nach einem langen Wochenende tendierte der japanische Aktienmarkt fester. Auftrieb gaben unter anderem die besser als erwartete Ausblick des US-Aluminiumkonzerns Alcoa.
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TokioDie Aktienmärkte in Fernost haben am Dienstag Gewinne verzeichnet. Nach einem zuversichtlichen Ausblick des US-Aluminiumkonzerns Alcoa  hellte sich die Stimmung an den Asien-Börsen auf. Alcoa verzeichnete zu Jahresende zwar einen Quartalsverlust, gab sich aber für 2012 optimistisch und rechnet mit einer anziehenden Nachfrage nach dem Leichtmetall.

Der Konzern gilt als Frühindikator für die Entwicklung der Konjunktur, da Aluminium bei der Herstellung vieler Güter von Nöten ist. Trotz der US-Zahlen schauten Börsianer weiterhin auch nach Europa. In den kommenden Tagen erhoffen sie sich weitere Hinweise darauf, wie sich die Schuldenkrise auf die weltweite Finanzwirtschaft auswirkt.   

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 8422 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg 0,3 Prozent auf 731 Stellen. Auch die Aktienmärkte in Taiwan, Singapur, Südkorea, Singapur, Australien sowie Shanghai legten zu. Börsianer sagten, der Handelsumsatz sei dünn und werde dies auch bleiben angesichts des kommenden EU-Gipfels und der Anleihe-Auktionen von Italien und Spanien.

Bei den Einzelwerten stachen in Japan einmal mehr die Papiere des Kameraherstellers Olympus hervor. Sie stiegen um knapp 20 Prozent. Das Unternehmen verklagt im Zusammenhang mit dem Bilanzskandal 19 seiner ehemaligen und aktuellen Manager. Zudem hieß es, alle aktuellen Mitglieder aus dem Verwaltungsrat würden im März oder April ihre Ämter niederlegen. Der Konzern hat in den vergangenen Jahren 1,3 Milliarden Euro falsch verbucht.  

Auch die Anteilsscheine von LG Display gehörten zu den Gewinnern. LG-Chef Han Sang Beom rechnet damit, dass die Preise für LCD-Schirme ab Ende des ersten Quartals wieder anziehen und damit die aktuelle Talsohle durchschritten sei. Der Aktie half dies auf die Sprünge - sie legte 3,8 Prozent zu.     

Der Euro hielt sich im fernöstlichen Handel fest. Die Gemeinschaftswährung hatte sich bereits am Montag etwas von seinem 16-Monats-Tief erholt. Das Kursplus wurde auf die Glattstellung einiger Verkaufsoptionen zurückgeführt. Händler sagten am Dienstag, die Einheitswährung sei aber weiterhin anfällig. Zum Dollar notierte der Euro mit 1,2792 nach 1,2769 im späten New Yorker Handel. Zur japanischen Währung lag der Euro ebenfalls kaum verändert bei 98,24 Yen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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