Topix, Nikkei und Co. Japanische Aktien auf neuem Rekordhoch

Seit November 1991 hat es Japans Börse nicht mehr auf vergleichbare Werte geschafft. Am Dienstag profitiert die Mutter des Modehändlers Uniqlo und auch Technologiewerte legen zu.
Update: 09.01.2018 - 08:16 Uhr Kommentieren
Passanten vor einem Börsenvideofenster in Tokio Quelle: AFP
Japan

Passanten vor einem Börsenvideofenster in Tokio

(Foto: AFP)

TokioEin schwächerer Yen und Vorgaben der Wall Street haben den Nikkei am Dienstag auf den höchsten Stand seit November 1991 getrieben. Der Standardwerte-Index der Tokioter Börse notierte zum Handelsschluss 0,57 Prozent höher auf 23.849 Punkte.

Die Anleger haben sich getrieben von Spekulationen auf einen weltweiten Wirtschaftsboom mit Aktien eingedeckt. Der MSCI-Index für die asiatischen Börsen mit Ausnahme Japans stieg zeitweise auf ein Zehn-Jahres-Hoch von 591,28 Punkten und stellte damit fast seinen Rekord aus dem Jahr 2007 ein.

Viele Schwellenländer Asiens und China profitierten von dem Konjunkturaufschwung in Japan, Europa und den USA, sagte der Chef-Anlagestratege der Deutschen Bank, Ulrich Stephan. Vor allem Japans Konzerne setzten ihr Kapital effizienter ein für Investitionen, Fusionen und Übernahmen, Aktienrückkäufe und Dividenden. Zudem hätten sie seit 2012 ihre Eigenkapitalrendite auf über acht Prozent verdoppelt. „Dieses Rentabilitätsplus könnte helfen, ihren Rückstand bei den Bewertungen gegenüber anderen Industrienationen aufzuholen.“

Gefragt an der Tokioter Börse waren die Aktien des Modehändlers Fast Retailing, sie stiegen um 1,2 Prozent. Der Konzern hatte bekanntgegeben, dass der Dezemberumsatz seiner Filialen der Marke Uniqlo im Jahresvergleich um 18 Prozent zugelegt hatte. Auf den Kauflisten standen auch Anbieter von Geräten für die Chipindustrie und Elektronikbauteilhersteller. So kletterten die Aktien von Tokyo Electron um 1,7 und TDK um 0,9 Prozent in die Höhe.

Der breiter aufgestellte Topix legte um 0,48 Prozent auf 1889 Punkte zu. Am Montag war die Börse wegen eines Feiertages geschlossen. Investoren konnten damit erst später auf die Kursgewinne der Wall Street am Freitag reagieren.

An den Devisenmärkten behauptete sich der Euro gegen die US-Währung und kostete 1,1967 Dollar. Im Vergleich zur japanischen Währung gab der Dollar nach und wurde mit 112,75 Yen bewertet. Ein Schweizer Franken wurde im Vergleich zum Dollar mit 0,9777 und zum Euro mit 1,1700 bewertet.

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