Topix, Nikkei und Co. Polit-Skandal setzt japanischer Börse zu

Wegen einer Affäre um angebliche Vetternwirtschaft sind die Zustimmungswerte des japanischen Ministerpräsidenten stark gefallen.
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Passanten vor einer elektronischen Börsenanzeigetafel. Quelle: AP
Börse Tokio

Passanten vor einer elektronischen Börsenanzeigetafel.

(Foto: AP)

TokioDer schwindende Rückhalt des japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe in der Bevölkerung macht Anleger nervös. Der Nikkei-Index fiel am Montag um 0,9 Prozent auf 21.481 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index sank ebenfalls um 0,9 Prozent und lag bei 1721 Punkten. Einer Umfrage vom Wochenende zufolge sind Abes Zustimmungswerte wegen einer Affäre um angebliche Vetternwirtschaft auf den niedrigsten Wert seit seinem Amtsantritt 2012 gefallen. Zwei Drittel der Befragten gaben dem Ministerpräsidenten sowie Finanzminister Taro Aso eine Mitverantwortung an einem Vertuschungsversuch. Auslöser des Skandals ist der Verkauf staatlicher Grundstücke an den Schul-Betreiber Moritomo Gakuen, der Verbindungen zu Abes Frau Akie hat. In den Verkaufsdokumenten des Finanzministeriums wurden sämtliche Verweise auf Abe, seine Frau und Finanzminister Aso getilgt. Abe und Aso wiesen den Vorwurf des Fehlverhaltens zurück.

An den japanischen Aktienmärkten litten am Montag besonders Export-Titel, da der Yen zum Dollar jüngst anstieg. Die mit Spannung erwartete Zinssitzung der US-Notenbank am Mittwoch steigert die Zurückhaltung der Anleger noch.

Die Börse in Shanghai blieb faktisch unverändert. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,2 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel dagegen um 0,3 Prozent.

In Südkorea verlor die Börse 0,8 Prozent. Ihr setzte ein Kursrutsch von jeweils etwa 3,5 Prozent bei Kia und Hyundai zu. Auslöser des Ausverkaufs sind US-Ermittlungen wegen möglicherweise fehlerhafter Airbags in Fahrzeugen der Autobauer. Hyundai hatte im Januar wegen technischer Probleme mit diesem Bauteil in den USA bereits 150.000 in die Werkstätten gerufen.

Ein Euro wurde mit 1,2265 Dollar bewertet nach 1,2287 Dollar zuletzt in den USA. Der Dollar wurde mit 105,82 Yen gehandelt nach 106,00 Yen.

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