Total, Repsol und BG Group
Morales-Ankündigung drückt Aktien engagierter Energie-Konzerne

Die Aktien von in Bolivien engagierten Energie-Konzernen haben am Dienstag unter der Ankündigung des südamerikanischen Landes gelitten, den Gas-Sektor zu verstaatlichen.

HB LONDON. Die Papiere der französischen Total und die der spanischen Repsol lagen im frühen Handel jeweils 1,9 Prozent im Minus. Die Aktien der britischen BG Group notierten an der Londoner Börse kaum verändert. Der Europäische Öl- und Gas-Index notierte indes angesichts des wieder steigenden Öl-Preises rund 1,2 Prozent im Plus. Total, Repsol und BG Group gehören zu den wichtigsten Investoren in Bolivien.

Der linke bolivianische Präsident Evo Morales hatte am Montag mit sofortiger Wirkung eine Verstaatlichung des Erdgassektors angekündigt und damit ein Wahlkampf-Versprechen eingelöst. Der Anordnung zufolge müssen alle ausländischen Firmen die Lizenzen für ihre Erdgasfelder dem Staat übergeben und neue Betriebsverträge innerhalb von 180 Tagen unterzeichnen. Morales wies die Armee an, die Anlagen im ganzen Land zu besetzen. Bolivien hat nach Venezuela die zweitgrößten Erdgas-Ressourcen in Südamerika.

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