Trotz Anschlagwarnung
US-Börsen starten positiv in die Weihnachtswoche

Die US-Aktienmärkte haben am Montag ungeachtet der verschärften Anschlagwarnung der US-Regierung den Handel mit Kursgewinnen beendet. Der Dow markierte sogar ein weiteres 19-Monats-Hoch. Unterstützung lieferten dem Dow dabei kräftige Gewinne einiger Börsenschwergewichte wie General Motors.

HB NEW YORK. Der Standardwerte-Index Dow Jones verließ den Markt 0,58 Prozent höher mit rund 10 338 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,39 Prozent auf etwa 1 092 Zähler zu. Der Nasdaq-Index gewann 0,25 Prozent auf rund 1 955 Punkte.

Die US-Regierung hatte am Sonntag die Terror-Warnstufe auf „hoch“ und damit auf das zweithöchste Niveau einer fünfstufigen Skala angehoben. Sie warnte gleichzeitig vor Anschlägen, die schwerer sein könnten als diejenigen vom 11. September 2001. „Es wird mehr Patrouillen der Küstenwache in den Häfen geben... Auf den Flughäfen wird es mehr Hundepatrouillen und Parkverbote geben“, kündigte US-Heimatschutzminister Tom Ridge in einem Interview des US-Fernsehsenders NBC an. In New York würden vor allem die Sicherheitsvorkehrungen an wichtigen Brücken und Tunnels verstärkt.

Börsianern zufolge zeigte sich die Wall Street gegenüber der Warnung widerstandsfähig. Im Tagesverlauf erholten sich die Kurse von ihren anfänglichen Tiefs. „Das ist ein Indiz dafür, wie stark der Markt wirklich ist“, sagte Adam Tracy vom Haus Thomas Weisel Partners. „vor einem Jahr wäre der Markt um rund 150 Punkte gefallen, aber jetzt sind die Leute bereit, etwas mehr zu riskieren und halten an ihren Anlagen fest, weil sie glauben, dass sich die Wirtschaft wirklich viel besser entwickelt“, fügte er hinzu.

Die Aktien des weltgrößten Autokonzerns GM gewannen angesichts des lange erwarteten Verkaufs der im Satelliten-TV-Geschäft tätigen Hughes Electronics an die News Corp des australischen Verlegers Rupert Murdoch mehr als vier Prozent auf 52,41 Dollar. Sie verhalfen damit dem Dow ins Plus.

Die Titel des Konkurrenten Ford Motor legten noch kräftiger um mehr als zehn Prozent auf 16,79 Dollar zu. Der weltweit Branchenzweite hatte zuvor tief greifende Änderungen im Verhältnis zu seinem Zulieferer Visteon angekündigt, mit dem Ziel, die ehemalige Tochter zu einem verlässlichen, kostengünstigen Lieferanten zu machen. Zudem hatte Ford seine Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2003 angehoben. Im vierten Quartal erwartet das Unternehmen allerdings unter anderem wegen der Änderung seines Vertrages mit dem Zulieferer Visteon hohe Sonderbelastungen. Visteon-Papiere rückten um 3,4 Prozent auf 10,34 Dollar vor.

Die Handelsvolumina werden in dieser Woche nach Einschätzung von Börsianern voraussichtlich dünn bleiben, da viele Marktteilnehmer bereits in den Weihnachtsurlaub gegangen sind.

Am Mittwoch schließt die Wall Street zu Heiligabend drei Stunden früher als üblich um 19.00 Uhr (MEZ). Am Weihnachtsfeiertag am Donnerstag bleibt der Aktienmarkt vollständig geschlossen. Am Freitag wird die Sitzung dann wieder bereits um 19.00 Uhr beendet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,25 Milliarden Aktien den Besitzer. 2041 Werte legten zu, 1223 gaben nach und 200 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,27 Milliarden Aktien 1641 Werte im Plus, 1530 im Minus und 173 unverändert.

An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 5/32 auf 100-21/32 Punkte. Sie rentierten mit 4,165 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben um 5/32 auf 105-27/32 Zähler nach. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,978 Prozent.

Am Freitag hatte der Standardwerte-Index Dow Jones 0,3 Prozent höher mit rund 10 278 Punkten geschlossen. Der Nasdaq-Index fiel dagegen um 0,3 Prozent auf rund 1 951 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,1 Prozent auf etwa 1 088 Zähler.

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