Trotz Schuldenkrise
Heleba erwartet Anstieg des Euro

Die Euro-Kurs-Prognose der Analysten von Heleba von 1,40 Dollar wurde zum Ende des zweiten Quartals bestätigt. Vor allem aufgrund der „expansiven US-Geldpolitik“ dürfte der Euro-Dollar -Kurs auch weiterhin zulegen.
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FrankfurtDie Analysten der Helaba haben am Montag ihre Euro-Kurs-Prognose von 1,40 Dollar zum Ende des zweiten Quartals bestätigt. Kurzfristig stellten vor allem Zypern und mögliche Reaktionen darauf zwar einen erheblichen Unsicherheitsfaktor dar. Tendenziell verliere die Krise trotz der Unsicherheiten über Italien und Zypern aber an Dramatik, was auch den Euro begünstigen sollte, schrieben die Analysten. An den Märkten wurde am Montag vor allem die Beteiligung aller inländischen Bankenkunden an der Rettung Zyperns als Tabubruch kritisiert. "Wir sehen das im Moment nicht als einen nachhaltigen Malus für den Euro an", erläuterte Helaba-Analyst Ralf Umlauf.

Der Euro notierte am Montagnachmittag mit 1,2955 Dollar mehr als einen US-Cent niedriger als zuletzt am Freitagabend in New York.

„Aufgrund der anhaltend expansiven US-Geldpolitik dürfte der Euro-Dollar-Kurs wieder spürbar zulegen können, während sich der Euro-Kurs gegenüber Yen, Pfund und Schweizer Franken relativ stabil halten wird“, stellten die Helaba-Analysten weiter fest. Die US-Notenbank wird am Dienstag und Mittwoch über die Geldpolitik beraten. Von Reuters befragte Analysten rechnen nicht mit einer Änderung der Geldpolitik. Die Fed hat die Zinsen seit Dezember 2008 nahe null Prozent stehen. Die Notebank hat bereits für mehr als 2,5 Billionen Dollar Anleihen gekauft und damit ihre Bilanz auf über drei Billionen Dollar aufgebläht.

„Die Wette auf ein Ende der sehr expansiven US-Geldpolitik und damit auf den US-Dollar ist vermutlich verfrüht“, schreiben die Helaba-Analysten dazu. „De facto ist die Fed 2013 die Notenbank, die ihre Bilanzsumme am stärksten ausweitet. Bei der EZB hingegen schrumpft die Bilanz, von einer Zinssenkung sieht sie wohl auch ab.“ Die Helaba sieht auch in der Zerstrittenheit der politischen Kräfte in Washington ein Argument gegen den Dollar. „Ein Sparkurs ohne politische Einigung - in diesem Fall durch automatische Haushaltskürzungen via Rasenmähermethode - wirkt wohl nicht nachhaltig“, schrieben die Analysten weiter.

Die Helaba sieht in ihrer Euro-Prognose die Gemeinschaftswährung per Ende des dritten Quartals ebenfalls bei 1,40 Dollar. Bis zum Jahresende dürfte sich der Euro nach auf 1,35 Dollar abschwächen. Zum Ende des ersten Quartals 2014 sieht die Helaba den Euro bei 1,30 Dollar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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