Trotz starker Firmenzahlen
US-Standardwerte verlieren an Boden

Die US-Standardwerte haben trotz der starken Quartalsgewinne von Börsengewichten wie Citigroup, Johnson & Johnson und 3Mim Geschäftsverlauf an Boden verloren. Dagegen notierten Technologiewerte leicht im Plus.

HB NEW YORK. Ungeachtet Marktbeobachtern zufolge nahmen die Anleger die Geschäftsberichte zum Anlass, Gewinne mitzunehmen, da die Unternehmenszahlen mit der Kursrally der vergangenen Monate bereits vorweg genommen worden seien.

Der Standardwerte-Index Dow Jones verließ den Markt 0,68 Prozent niedriger mit rund 10.528 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 0,09 Prozent auf etwa 1138 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte dagegen 0,35 Prozent auf rund 2147 Punkte zu.

„Wir haben einen langen Weg hinter uns“, sagte Brian Pears, Chef des Aktienhandels bei Victory Capital Management, in Anspielung auf die Kursrally seit dem Frühjahr 2003. „Ich frage mich, wie stark sich gute Nachrichten an diesem Punkt auswirken können.“ Die US-Börsen befinden sich seit März vergangenen Jahres im Aufwärtstrend. Der Nasdaq-Index war am Freitag auf den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren geklettert.

In den Kursgewinnen haben sich auch die hohen Erwartungen der Anleger an die Quartalszahlen der Unternehmen niedergeschlagen. Experten zufolge sind weitere deutliche Impulse von Firmenseite nur dann zu erwarten, wenn die Unternehmen optimistische Geschäftsprognosen vorlegen. „Ich rechne nicht mit großen Kurssteigerungen durch die Quartalsergebnisse, nachdem wir uns schon so weit nach oben bewegt haben“, sagte Paul Cherney, Analyst bei S&P Marketscope.

Die Stimmung der Investoren habe zudem durch den überraschenden Sieg des Senators aus Massachusetts, John Forbes Kerry, bei den Vorwahlen für den oppositionellen Präsidentschaftskandidaten einen Dämpfer erhalten, sagten Börsianer. Kerrys Sieg habe für Unsicherheit gesorgt. „Von Kerry wird angenommen, dass er eine bessere Chance hat, Bush (bei der Präsidentenwahl) zu schlagen“, sagte John Davidson von Partner Re Asset Management Corp. „Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass es eine ernsthafte Herausforderung (für Bush) gibt“, fügte er hinzu.

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