Trotz Zinssenkung
Talfahrt an Chinas Börsen geht weiter

Trotz der überraschenden Zinssenkung durch Chinas Notenbank haben die chinesischen Aktienmärkte ihre Talfahrt der vergangenen Woche fortgesetzt. Demnach waren es die größten Kursverluste auf Zwei-Wochen-Sicht seit 1996.
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Die chinesischen Aktienmärkte haben am Montag weiter nachgegeben. Die Zinssenkung der Notenbank am Wochenende bremste die Talfahrt nicht – es waren die größten Kursverluste auf Zwei-Wochen-Sicht seit 1996. Der Shanghai Composite Index brach 5,9 Prozent ein auf 3946,26 Zähler. Seit dem Hoch am 12. Juni hat der Index damit über 20 Prozent verloren.

„Falls durchbrochen, wird der Rückgang um 20 Prozent in einen Bärenmarkt viele verunsichern, vor allem weil Chinas Markt oft technisch getrieben ist“, sagte Steve Wang, China-Volkswirt bei Reorient Financial Markets in Hongkong. „Investoren sehen die Zinssenkung als Gelegenheit, Gewinne mitzunehmen. Denn es gibt keine klaren Anzeichen für eine Stabilisierung der Wirtschaft. Das BIP im zweiten Quartal dürfte unter sieben Prozent Zuwachs ausfallen, die Leute sind unsicher, ob es im dritten Quartal zu einer Gegenbewegung kommt.“

Strategen von BlackRock, Credit Suisse und Bank of America haben im Juni warnende Einschätzungen veröffentlicht, dass Chinas Aktienmarkt in einer Blase sei. An den Festlandbörsen sind die Aktien im Median mit dem 82-fachen der Gewinne bewertet – höher als am Hoch des Marktes im Jahr 2007. Zum Vergleich: In den USA liegt das Vielfache derzeit bei 21.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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