Marktberichte
Tsunami schockt Fernost-Märkte

Die asiatischen Aktienmärkte sind zum Wochenstart stark von den Sorgen über die wirtschaftliche Auswirkung des verheerenden Seebebens belastet worden.

HB SINGAPUR. Auch der Yen und die anderen asiatischen Währungen gaben am Tag nach der Tsunami-Katastrophe nach, die nach Schätzungen rund 15 000 Menschen das Leben kostete.

Händler berichteten in Tokio von einer gewissen Nervosität an den Finanzmärkten, da der durch die Flutwellen in mehreren Ländern Süd- und Südost-Asiens entstandene Schaden noch nicht abschätzbar sei. Japan selbst war von der Flutwelle nach dem Beben vor der Küste von Sumatra nicht betroffen. Die größten wirtschaftlichen Schaden werden in den Touristenregionen wie Thailand erwartet. Die Aktien von Fluggesellschaften und Reiseunternehmen gaben wegen der Befürchtungen eines Rückgangs der Besucherzahl in den Touristenzentren deutlich nach. Der Kurs der Singapore-Airlines-Aktie fiel um über 2,5 Prozent. Die Aktie von AirAsia Bhd verlor 2,9 Prozent. Die Aktie des Touristikunternehmens Tanjong Plc sackte sogar um 4,8 Prozent ab.

Die Aktienbörse in Tokio hat am Montag kaum verändert geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte gab knapp um 3,13 Punkte auf den Stand von 11 362,35 Punkten nach. Der breit gefasste Topix stieg dagegen geringfügig um 0,02 Punkte auf 1134,61 Zähler.

Die Börsen in Singapur und Malaysia tendierten schwächer. Die Börse in Sri Lanka blieb am Montag aus Respekt vor den Opfern der Flutwellen-Katastrophe geschlossen. Die japanische Währung schwächte sich auf 103,80 Yen je Dollar ab. Am Freitag waren für ein Dollar zuletzt 103,70 Yen gezahlt worden. Der Dollar näherte sich erneut einem Tiefstand gegenüber dem Euro. Der Dollar notierte um 15.00 Uhr Ortszeit fester mit 103,78-80 Yen nach 103,69-72 Yen am Freitag zur gleichen Zeit. Der Euro notierte fester mit 1,3538-40 Dollar nach 1,3487-89 Dollar am Freitag.

Die US-Börsen hatten am Donnerstag vor der Weihnachtspause leicht im Plus geschlossen. Der überraschend stark gestiegene Auftragseingang für langlebige Güter und die verbesserte Stimmung der Verbraucher hätten die Hoffnung auf eine nachhaltige Belebung der US-Wirtschaft gestärkt, sagten Händler.

Der Dow-Jones-Index beendete in New York den Handel mit einem Plus von 0,10 Prozent bei 10 827 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss kaum verändert bei 1210 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte 0,17 Prozent auf 2 160 Punkte.

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