Tui ist der größe Verlierer
Nach Ölpreisrekord schließt Dax leichter

Der Ölpreis hat am Donnerstag weiterhin die Stimmung auf dem Parkett bestimmt. Allerdings standen dem positive Unternehmensnachrichten gegenüber. Der Deutsche Aktienindex beendete den Handel leicht im Minus.

HB FRANKFURT. Die weltweiten Aktienmärkte haben sich am Donnerstag angesichts eines weiterhin auf Rekordniveau notierenden Ölpreises nicht von ihren Vortagesschlussständen lösen können. In Frankfurt schloss der Deutsche Aktienindex (Dax) am Nachmittag praktisch unverändert 3,5 Punkte niedriger bei 3 722 Punkten. "Der Ölpreis dominiert weiter die Stimmung. Dem stehen aber auch weiterhin positive Unternehmensnachrichten gegenüber", beschrieb ein Händler das Dilemma der Anleger. So überraschte der Schweizer Versicherungskonzern Zurich Financial Services mit einem Gewinnverdoppelung im ersten Halbjahr. Die Aktie legte daraufhin in der Spitze 3,5 Prozent zu.

Die Terminkontrakte auf leichtes US-Öl stiegen am Nachmittag auf ein Rekordhoch von 48,20 Dollar je Barrel (159 Liter), fielen bis Börsenschluss in Europa aber wieder auf 47,85 Dollar zurück, ein Plus von 58 US-Cent zum Vortag. Neue Gefechte im ölreichen Irak wurden für den weiteren Preisanstieg verantwortlich gemacht.

Die zuletzt auf Grund von Tui führten mit einem Abschlag von 1,9 Prozent die Dax-Verliererliste an. Aus Finanzkreisen hieß es, dass die WestLB erwägt, beim erwarteten Verkauf ihres Tui-Paketes nicht den gesamten Anteil von gut 31 Prozent zu veräußern. "Die Anleger haben darauf spekuliert, dass ein Investor das Tui-Paket von der WestLB vollständig übernimmt und damit den restlichen Aktionären ein Übernahmeangebot für ihre Anteile machen muss", sagte ein Händler. Wer 30 Prozent oder mehr an einem Unternehmen kauft, ist in Deutschland seit einiger Zeit gesetzlich verpflichtet, den übrigen Aktionären ein Übernahmeangebot zu unterbreiten.

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