Twitter
Ende der Fusionsfantasien, Einbruch des Kurses

Der Twitter-Kurs ist nach dem endgültigen Aus der Verkaufspläne weiter abgesackt. Beim stagnierenden Kurznachrichtendienst überlegt man offenbar, nun einzelne Sparten zum Verkauf anzubieten.

Frankfurt, BangaloreTwitter-Aktionäre haben nach einem Medienbericht über den Rückzug sämtlicher Übernahme-Interessenten die Flucht angetreten. Die Titel des Kurznachrichtendienstes brachen am Montag im vorbörslichen Handel an der Wall Street um neun Prozent ein. Händler führten die Kursverluste auf einen Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg vom Wochenende zurück, demzufolge keiner der potenziellen Kaufinteressenten eine Offerte für den US-Konzern abgeben will.

Ursprünglich waren Medienberichten zufolge Google, Microsoft, Apple, Walt Disney und Salesforce an einer Übernahme interessiert. Twitter-Aktien waren in der Aussicht auf einen möglichen Bieterwettkampf in die Höhe geschnellt. Vergangene Woche hatten sie aber bereits knapp 14 Prozent verloren, als die auf Technologiethemen spezialisierte Internetseite „Recode“ berichtet hatte, Google und Apple hätten kein Interesse mehr an einer Übernahme.

Bloomberg berichtete nun, Twitter erwäge andere Optionen, sein schwächelndes Geschäft wieder auf Vordermann zu bringen. Möglich seien Verkäufe von Sparten, die nicht zum Kerngeschäft gehörten, schrieb die Agentur unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

Twitter wird seit längerem als Übernahmekandidat gehandelt. Das Wachstum des einstigen Internet-Stars ist ins Stocken geraten, Twitter ist deutlich hinter die Platzhirsche Google und Facebook zurückgefallen. Im vergangenen Quartal erzielte Twitter das geringste Umsatzplus seit dem Börsengang im November 2013.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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