Übernahmen im Fokus
Europas Börsen tendieren freundlich

dpa-afx PARIS/LONDON. Die wichtigsten Börsen in Europa haben am Montag zum Wochenauftakt freundlich geschlossen. Im Fokus standen Übernahmeaktivitäten und Analystenkommentare, die Einzeltitel bewegten. Vor dem morgigen Feiertag verlief der Handel allerdings erwartungsgemäß ruhig, sagten Börsianer. Die US-Daten hätten kaum Impulse gegeben.

Der Eurostoxx 50 ging mit einem Plus von 0,21 Prozent auf 4 392,34 Zähler aus dem Handel. Der Stoxx 50 , der auch Schweizer und britische Werte umfasst, legte um 0,20 Prozent auf 3 858,21 Punkte zu. Der Euronext 100 stieg um 0,28 Prozent auf 1 037,79 Zähler. In Paris gewann der CAC 40 0,49 Prozent auf 5 960,04 Punkte. In London ging es für den Ftse 100 um 0,48 Prozent auf 6 449,20 Zähler nach oben.

Telefonica-Titel verloren nach dem Zuschlag für die Telecom Italia 0,24 Prozent auf 16,51 Euro. Ein Konsortium um den spanischen Telekommunikationskonzern wird die Kontrolle über den italienischen Branchenkollegen übernehmen. Die Pirelli- Gruppe stimmte am Samstagabend dem Verkauf von 80 Prozent ihrer Anteile an der Olimpia Holding zu, die mit einem Anteil von 18 Prozent der größte Kapitaleigner der Telecom Italia ist. Die Titel des italienischen Unternehmens verloren unterdessen 2,25 Prozent auf 2,2 170 Euro.

Angetrieben von einer positiven Studie gewannen Saint Gobain 1,76 Prozent auf 78,85 Euro. Die Credit Suisse hat das Kursziel von 80 auf 90 Euro angehoben und die Einschätzung mit "Outperform" bestätigt. Konkurrent Lafarge wurde mit nach oben gezogen und setzte sich mit plus 1,99 Prozent auf 119,70 Euro an die Spitze im CAC 40. Auch Suez profitierten von einer Hochstufung durch die Citigroup von "Hold" auf "Buy" und gewannen 1,50 Prozent auf 41,98 Euro.

Papiere der ABN Amro Holding verloren unterdessen 2,23 Prozent auf 35,93 Euro. Der Kampf um die Übernahme der niederländischen Bank beschäftigt jetzt auch die Justiz. Ein Gericht in Amsterdam überprüft, ob die ABN Amro ihre Tochterbank Lasalle in den USA ohne Zustimmung der Aktionäre an die Bank of America verkaufen durfte. Eine Entscheidung wird Anfang der Woche erwartet.

In London stiegen Aktien von Cable & Wireless um 2,43 Prozent auf 185,60 Pence. Der britische Telekomkonzern erwägt einem Pressebericht zufolge seine Aufspaltung. Dabei würden das Geschäft in Großbritannien und die internationalen Aktivitäten getrennt an private Investorengruppen oder ausländische Rivalen in Europa und Indien verkauft, berichtete "The Observer" unter Berufung auf Kreise. Zudem hat die Citigroup das Kursziel für die Cable & Wireless-Titel auf 240,00 Pence erhöht und die Titel mit "Buy" bestätigt.

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