Überraschend schwacher Konjunkturindex
Wall Street trotz Google-Erfolgs schwächer

Kursverluste bei den meisten Standardwerten trieben die Wall Street trotz des erfolgreichen Google-Debüts deutlich ins Minus. Schuld daran sind - wieder einmal - die rekordhohen Ölpreise.

HB NEW YORK. Mit Enttäuschung nahmen die Anleger den überraschend schwachen Konjunkturindex der Federal Reserve Bank von Philadelphia auf. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte bewegte sich im Tagesverlauf zwischen einem Tief von 9989 und einem Hoch von 10.082 Punkten. Er verließ den Handel 0,42 Prozent niedriger mit rund 10.040 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,36 Prozent auf etwa 1091 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,63 Prozent ab auf rund 1819 Punkte.

Trotz mehrerer Pannen auf dem Weg auf das Börsenparkett haben die Aktien von Google einen imposanten Start in den Handel an der Nasdaq hingelegt. Der Kurs der Papiere schnellte entgegen der allgemein schwächeren Tendenz vom Ausgabepreis von 85 Dollar um mehr als 18 Prozent auf 100,34 Dollar empor. Die Google-Titel zogen auch die Aktienkurse einer Reihe kleinerer Internet-Suchmaschinenbetreiber mit sich in die Höhe. Dagegen verloren die Papiere des wichtigsten Wettbewerbers und zugleich Google-Aktionärs Yahoo 1,3 Prozent auf 28,11 Dollar. „Zumindest bietet Google etwas Spannung und macht eine schöne Entwicklung“, sagte David Hegarty von Commerzbank Securities.

Wie schon seit Wochen stellen die Ölpreise Händlern zufolge weiterhin einen Klotz am Bein der Börsen dar. Die Investoren befürchten, dass die hohen Ölpreise wegen steigender Kosten der Firmen und sinkender Nachfrage nach deren Erzeugnissen die Unternehmensgewinne schmälern werden. „Der Ölpreis ist wieder höher. Es sieht so aus, als wolle er bis auf 50 Dollar steigen“, sagte Todd Leone von S.G. Cowen. Hegarty sagte: „Das Spiel heißt weiterhin Öl und es wird jeden Versuch eines Aufschwungs am Aktienmarkt bremsen.“

Ursache für den erneuten Anstieg der Ölpreise auf Rekordniveau waren neue Kämpfe im Irak und der trotz der hohen Preise anhaltende Nachfrageboom in Asien. Im September-Kontrakt erreichte leichtes US-Öl mit 48,82 Dollar je Barrel (knapp 159 Liter) den höchsten Stand seit dem Beginn des Handels dieser Sorte an der New Yorker Terminbörse Nymex vor 21 Jahren. Im Verlauf fiel der Preis leicht auf 48,70 Dollar zurück. Die marktführende Nordseesorte Brent wurde im Oktober- Kontrakt mit 44,35 Dollar und damit um 1,30 Dollar teurer als am Vortag gehandelt.

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