Uneinheitliche Signale an der Wall Street
Wall Street schließt uneinheitlich

Die US-Aktienmärkte haben am Donnerstag Händlern zufolge ihre Kursgewinne von Wochenanfang verdaut. Von neuen Firmenzusammenschlüssen und US-Konjunkturdaten erhielten sie hingegen kaum Impulse.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss in New York 0,13 % im Plus bei 10 705 Zählern. Im Handelsverlauf pendelte er zwischen einem Hoch von 10 726 Zählern und sank bis auf einen Stand von 10 661 Punkten. Die Technologiebörse Nasdaq sank um 0,76 % auf 2 146 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor um 0,21 % auf 1 203 Zähler. „Der Markt verdaut die letzten Tage, als wir einen starken Aufwärtstrend hatten. Einige der neuen Nachrichten waren gemischt, und deshalb konsolidiert der Markt“, sagte Jay Indovino von Sungard Institutional Brokerage.

Die US-Aktienmärkte, die im Wochenvergleich bislang im Plus liegen, haben seit der Wiederwahl von Präsident George W. Bush vor gut sechs Wochen vier Handelswochen mit Zuwächsen beendet. Zwei multi-milliardenschwere Firmenzusammenschlüsse hatten zuletzt für Optimismus gesorgt und Hoffnungen auf weitere Fusionen und Übernahmen aufkommen lassen: Am Montag hatten Oracle und Peoplesoft ihre Einigung im Übernahmepoker erreicht. Am Mittwoch hatten die beiden US-Mobilfunkunternehmen Sprint und Nextel zudem angekündigt, sich für rund 36 Mrd. Dollar zusammenschließen.

Am Mittwochabend besiegelte auch der US-Medizingerätekonzern Johnson & Johnson seine 25,4 Mrd. teure Übernahme des Medizintechnikherstellers Guidant. Die Aktien von Johnson & Johnson reagierten am Donnerstag mit einem Kursaufschlag von mehr als vier Prozent auf 63,45 Dollar. Guidant-Titel dagegen verloren um 0,49 % auf 71,70 Dollar.

Auch im Software-Bereich gab es am Donnerstag einen Firmenzusammenschluss: Mit dem Kauf des Datensoftware- Spezialisten Veritas für 13,5 Mrd. Dollar will der Hersteller von Sicherheitssoftware Symantec zum weltweit viertgrößten Software-Unternehmen aufsteigen. Das fusionierte Unternehmen wird mit jährlichen Umsätzen von rund fünf Mrd. Dollar zum direkten Konkurrenten für den Branchenprimus Microsoft erwachsen. Symantec-Aktien gaben um mehr als acht Prozent nach auf 25,13 Dollar; Veritas-Titel sanken um 0,43 % auf 27,99 Dollar.

Die Aktien des größten US-Immobilienfinanzierers Fannie Mae reagierten mit Kursverlusten von rund zwei Prozent auf die Aufforderung der US-Börsenaufsicht SEC, für die Jahre 2001 bis Mitte 2004 neu zu bilanzieren. Die Titel des Unternehmens, das wegen Buchführungstricks in die Schlagzeilen geraten war, verbilligten sich auf 69,30 Dollar.

Die am Donnerstag veröffentlichten Daten zur US-Leistungsbilanz, dem Arbeitsmarkt sowie der Lage des Verarbeitenden Gewerbes in der Region um Philadelphia zeichneten kein einheitliches Bild.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,79 Mrd. Aktien den Besitzer. 1 149 Werte legten zu, 2 171 gaben nach und 144 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,35 Mrd. Aktien 1 201 im Plus, 1 930 im Minus und 164 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 29/32 auf 100-15/32. Sie rentierten mit 4,189 %. Die 30-jährigen Bonds verloren 57/32 auf 108-02/32 und hatten eine Rendite von 4,829 %.

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