Uneinheitliches Bild
Osteuropäische Börsen können sich nicht entscheiden

Mit einem uneinheitlichen Bild haben sich die wichtigsten Börsen Osteuropas aus dem Handel verabschiedet. In Polen mussten Anleger mit leichten Verlusten leben, besser sah es indes in Budapest aus. Die Börse in Prag war wegen eines Feiertags geschlossen geblieben.

HB WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten Börsen in Osteuropa haben sich am Mittwoch uneinheitlich gezeigt. Während in Warschau am Ende Verluste zu Buche standen, endete der Leitindex Bux in Budapest ein Plus. Die Börse in Prag war wegen eines Feiertags geschlossen geblieben.

Der Leitindex WIG-20 sank in Warschau um 0,08 Prozent auf 2 680,57 Punkte und der breiter gefasste Wig-Index verlor 0,44 Prozent auf 46 363,50 Punkte.

Angesichts solider Zahlen zum dritten Quartal 2010 hatten Analysten der BRE Bank ihre Einschätzung für die Aktien der PKO Bank von "Hold" auf "Accumulate" angehoben und das Kursziel von 43,80 auf 51,00 polnische Zloty erhöht. Zudem waren die Ergebnisschätzungen für die kommenden zwei Jahre nach oben geschraubt worden. PKO-Aktien schlossen dennoch mit einem Minus von 0,78 Prozent bei 44,50 Zloty.

Das Kursziel für die Aktien des Versicherers PZU war von Morgan Stanley von 426 auf 446 Zloty angehoben worden. Den Titeln brachte das ein Plus von 3,04 Prozent auf 369 Zloty. Die Experten der ING Groep wiederum hatten sich negativ zu den Titeln von Sygnity geäußert, die Papiere verloren 2,96 Prozent auf 14,74 Zloty.

Nach unten ging es auch für die Anteilsscheine von Enea, die um 1,65 Prozent auf 23,25 Zloty nachgaben. Der Verkauf des Versorgers durch die polnische Regierung wird sich weiter verzögern, nachdem die Gespräche mit der Kulczyk Holding gescheitert waren. Im Zuge dessen werden nun auch wieder andere Bieter zu Verhandlungen eingeladen. Interessiert sind neben Kulczyk die französischen Versorger GDF Suez und Electricite de France (EdF) sowie die tschechische Prumyslovy Holding.

In Budapest stieg der Leitindex Bux um 0,63 Prozent auf 22 079,12 Punkte.

In den Fokus rückten hier die Aktien des Öl- und Gaskonzerns Magyar Olay es Gazipari (Mol) , die nach Vorlage von Quartalszahlen 1,11 Prozent auf 20 090 ungarische Forint zulegten. Der Nettogewinn des Indexschwergewichts war nach einem schwachen Vorjahresquartal um das Siebenfache auf 92,1 Mrd. Forint gestiegen. Dieser Wert lag leicht über den Analystenerwartungen. Mit Ausnahme der Gas-Sparte hatten alle Geschäftsbereiche positiv überraschen können. Lob von Seiten der Analysten gab es auch für die höheren Margen und die gestiegenen Verkaufszahlen.

Ebenfalls nach Zahlen waren die Papiere des zweitgrößten Kreditgebers Ungarns, der FHB Land Credit & Mortgage Bank , im Blick. Allerdings waren die Resultate von der neuen Krisensteuer spürbar belastet worden. So hatte das Geldinstitut einen Gewinneinbruch von 81 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hinnehmen müssen. Und dennoch gewannen die Aktien 1,51 Prozent auf 1 075 Forint.

Trotz einer Kurszielsenkung durch Goldman Sachs konnten die Anteilsscheine des Telekommunikationskonzerns Magyar Telekom um 1,35 Prozent auf 600 Forint zulegen. Die schwergewichtigen Titel der OTP Bank gewannen 1,55 Prozent auf 5 250 Forint, während Richter Gedeon um 1,44 Prozent auf 44 600 Forint sanken.

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