Ungarische Währung
Spekulation um IWF-Kredit hilft Forint

Die Hoffnung auf einen Kredit des Internationalen Währungsfonds beflügelt die ungarische Währung. Ein Euro verbilligte sich um bis zu 0,3 Prozent. Auch die Staatsanleihen des Landes waren am Freitag gefragt.
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FrankfurtNeue Spekulationen auf einen baldigen Hilfskredit der Internationalen Währungsfonds für Ungarn haben dem Forint am Freitag Auftrieb gegeben. Ein Euro verbilligte sich um bis zu 0,3 Prozent auf ein Dreieinhalb-Wochen-Tief bei 280,49 Forint. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hatte gesagt: „Die Chancen stehen gut. Wir sich nicht weit von einer guten Vereinbarung entfernt.“

Ungarn benötigt dringend Kredite, um die heimische Wirtschaft zu stützen. Wegen umstrittener Gesetzes- und Verfassungsänderungen waren die Gespräche allerdings immer wieder ins Stocken geraten und zeitweise sogar auf Eis gelegt worden.

Ungarische Anleihen waren am Freitag ebenfalls gefragt. Sie profitierten Börsianern zufolge von den Spekulationen auf weitere Zinssenkungen. Die Nationalbank hatte den Schlüsselsatz im August um September auf aktuell 6,5 Prozent herabgesetzt. Zum Vergleich: Der Leitzins der Euro-Zone liegt derzeit bei 0,75 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen ungarischen Anleihen fiel auf ein Zwei-Jahres-Tief von 6,8 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Was für eine Lüge. Ungarn hätte einen IMF-Kredit schon lange bekommen. Es will eben keinen Kredit, es will nur eine Kreditlinie für den Notfall und einen Kredit möglichst gar nicht in Anspruch nehmen. Und das ist wohl ein grosser Unterschied.

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