Unruhe vor Intel-Zahlen
Dax verteidigt 3900-Punkte-Marke

Der Deutsche Aktienindex hat am Dienstag einen Teil der Vortagesverluste wett gemacht und es wieder über die 3900-Punkte-Marke geschafft. Der Handel stand jedoch deutlich im Schatten des mit Spannung erwarteten Zwischenberichts des weltgrößten Chipherstellers Intel.

HB FRANKFURT. Im Vorfeld des mit Spannung erwarteten Zwischenberichts des weltgrößten Chipherstellers Intel haben die deutschen Aktien am Dienstag einen Teil ihrer Vortagesverluste wieder gutgemacht.

Der Deutsche Aktienindex kletterte um 0,27 % oder 10,64 Punkte auf 3903,88 Zähler. Händler begründeten den Kursanstieg mit den rückläufigen Ölpreisen. Unter Führung der Aktien von Daimler-Chrysler erholten sich insbesondere die Autowerte, die am Vortag stark unter Druck gestanden hatten. Enttäuschende Quartalszahlen der US-Investmentbank Merrill Lynch belasteten indes die Finanztitel.

Wie am Vortag beklagten Händler den vergleichsweise geringen Umsatz, auch wenn das Handelsvolumen geringfügig auf fast 72 (Vortag 67) Mill. Aktien kletterte. Zudem konnte der deutsche Leitindex sein Tageshoch von 3919 Punkten nicht behaupten. Auch an der Wall Street bröckelten im Verlauf die Kurse ab, so dass zum Xetra-Handelsschluss die großen Indizes nahezu unverändert notierten.

„Der Markt ist sehr unruhig und wechselhaft. Fundamental gab es wenig Neues. Alle warten jetzt auf die US-Earnings“, sagte Markus Maier, Aktienhändler bei der WestLB. Die Marktteilnehmer hofften, dass die am Abend erwarteten Intel-Zahlen den „verpatzten Start“ in die US-Bilanzsaison in der Vorwoche wettmachten, sagte Stefan Mitropoulos, Aktienstratege bei der Bankgesellschaft Berlin. Enttäuschende Zwischenberichte von Softwarefirmen wie PeopleSoft hatten Befürchtungen vor einer insgesamt schwachen Quartalssaison in den USA ausgelöst.

Der für viele Industriezweige wichtige Rohstoff Öl verbilligte sich am Dienstag unterdessen weiter, was auch die Kosten der Unternehmen senkt. Die Terminkontrakte auf die verschiedenen Ölsorten aus Europa und den USA setzten ihren Abwärtstrend vom Vorabend fort. Händler begründeten die Preisentwicklung mit technischen Faktoren.

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