Unter Druck
Börse Moskau leidet unter internationaler Isolation

Die Auseinandersetzungen um die Zukunft der Ukraine treffen den Wirtschafts- und Finanzplatz Moskau immer härter. Nun gibt es erste Gerüchte, wonach russische Aktien aus Indizes fallen könnten. Die Börse reagiert prompt.
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FrankfurtSpekulationen über einen Ausschluss russischer Aktien aus internationalen Indizes haben die Moskauer Börse am Dienstag belastet. Die entsprechenden Barometer verloren jeweils mehr als ein Prozent. Offenbar wollen Anbieter wie FTSE und MSCI russische Aktien aus ihren Indizes nehmen, wie Analyst Geldi Sojunow von der Alfa Bank sagte.

MSCI hatte vergangene Woche angekündigt, neue Indizes gänzlich ohne russische Werte auflegen zu wollen. Außerdem liefen Gespräche mit Investoren über einen möglichen Ausschluss der mit westlichen Sanktionen belegten Bank VTB aus dem MSCI Russia. Die Entscheidung solle am 8. August verkündet werden.

Fallen Werte wie VTB oder Sberbank, die ebenfalls auf der EU-Sanktionsliste steht, aus Indizes heraus, sorgt dies in der Regel für Kursverluste. Denn diejenigen Fonds, die die Zusammensetzung eins zu eins abbilden, müssen die entsprechenden Papiere dann verkaufen. VTB gaben am Dienstag 0,6 Prozent und Sberbank 1,2 Prozent nach.

Die Aktien der Aeroflot brachen sogar um bis zu 7,8 Prozent ein. Medienberichten zufolge denkt Russland darüber nach, als Reaktion auf die EU-Sanktionen europäischen Fluggesellschaften die Überquerung Sibiriens zu verbieten. Die Gebühren für Überflugrechte sind eine wichtige Einnahmequelle für Aeroflot.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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