Unzureichende Reserven vor dem Winter
US-Ölpreis über 50 Dollar

Der amerikanische Ölpreis ist wegen der anhaltenden Produktionsbehinderungen im Golf von Mexiko nach der Hurrikan-Serie der vergangenen Woche erneut auf über 50 Dollar gestiegen.

HB NEW YORK. Der amerikanische Rohölpreis legte im elektronischen Handel am New Yorker Warenterminmarkt Nymex in der Spitze auf 50,61 US-Dollar je Barrel (159 Liter) zu. Damit übertraf die Notierung die am 28. September erreichte alte Rekordmarke um 14 Cent. Die Förderung im Golf von Mexiko ist noch immer 28 Prozent niedriger als normal, nachdem Hurrikan Ivan mehrere Bohrinseln zerstört und andere beschädigt hatte. Jetzt sorgen sich die Ölmärkte über unzureichende Neuzugänge zu den amerikanischen Ölreserven vor der bevorstehenden Heizölsaison.

EU-Kommission rechnet mit dauerhaft hohen Ölpreisen

Die EU-Kommission rechnet in den nächsten Monaten mit dauerhaft hohen Ölpreisen. Dennoch werde die Wirtschaft der Euro-Zone im laufenden Jahr um rund zwei Prozent - und damit besser als erwartet - zulegen, sagte der Generaldirektor der EU-Währungsbehörde, Klaus Regling, in Brüssel.

Für das kommende Jahr sagte Regling ein Wachstum vorher, das „nicht unter zwei Prozent“ liegen werde. Die Kommission wird ihr Herbst-Konjunkturgutachten am 26. Oktober vorlegen und sich dann genauer ausdrücken. Die Auswirkungen der hohen Ölpreise auf das Wachstum in den zwölf Staaten mit der Euro-Währung nannte der deutsche Spitzenbeamte „nicht dramatisch“. Die Finanzminister der sieben wichtigsten Industrienationen (G7) hatten sich am Wochenende in den USA bereits besorgt über den Höhenflug der Ölpreise gezeigt und diese als ein Risiko bezeichnet.

Auch der Preis für das Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ist am Montag nahezu unverändert hoch geblieben. Wie die OPEC am Dienstag in Wien mitteilte, lag der so genannte Korbpreis für ein Barrel der sieben wichtigsten Rohölsorten mit 43,28 US-Dollar nur um einen Cent unter dem Preis vom Freitag.

Um die Abhängigkeit von Öl und Benzin zu verringern, hat Bundesagrarministerin Renate Künast (Grüne) am Dienstag eine Informationsplattform mit Vertretern von Auto- und Anlagenbauern, Landwirten und Wissenschaftlern gestartet. Dabei setzt die Ministerin auf synthetischen Biokraftstoff.

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