US-Aktienmärkte
Dow klettert, Nasdaq springt

Der Notkredit für das Emirat Dubai und die anstehende Rückzahlung von Staatsgeldern durch die Citigroup haben den US-Börsen am Montag die entscheidenden Impulse gegeben. Der Dow Jones schloss leicht im Plus, stärker legten S&P-500 und Nasdaq zu.
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HB NEW YORK. Dank milliardenschwerer Finanzhilfen für das Emirat Dubai ist die Wall Street zu Wochenbeginn mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Wie auch in Asien und Europa zeigten sich Anleger erleichtert darüber, dass Abu Dhabi seinem angeschlagenen Nachbarn mit zehn Milliarden Dollar unter die Arme greift. Damit komme Dubai etwas aus seiner Bedrängnis heraus, teilten Analysten mit. Laut Branchenkenner Edward Hemmelgarn von Shaker Investments wurden Ängste besänftigt und die Menschen konnten sich mit anderen Dingen beschäftigen. Auch die geplante Übernahme des Gasversorgers XTO Energy durch Exxon für 41 Milliarden Dollar sorgte für gute Laune an der Wall Street. Die Hoffnung von Anlegern, dass die Zahl von Fusionen und Übernahmen wieder zunimmt, wuchs.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging mit einem Aufschlag von 0,3 Prozent auf 10 501 Punkte aus dem Handel. Im Verlauf pendelte er zwischen 10 471 und 10 514 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,7 Prozent auf 1 114 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um ein Prozent auf 2 212 Punkte.

Nach der Bekanntgabe der Übernahme von XTO Energy verlor die Aktie des Ölkonzerns Exxon mehr als vier Prozent, während die XTO-Anteilsscheine um 15,4 Prozent zulegten.

Zu Wochenbeginn standen zudem die Bankaktien im Fokus. Die Citigroup will mit Hilfe einer Kapitalerhöhung im Volumen von 17 Milliarden Dollar das sogenannte Tarp-Programm der Regierung 2010 verlassen. Die Citi-Aktie konnte davon nicht profitieren und verlor mehr als sechs Prozent.

Analysten begründeten die Verluste mit einer Verwässerung des Papiers. Zugleich erklärten sie, dass die Rückzahlung ein gutes Zeichen sei, da sich das ehemals größte Geldhaus der Welt aus den Händen der Regierung befreie. Damit zeigten Banken, dass sie diese Art der Unterstützung nicht mehr benötigten, sagte Analyst Peter Boockvar. Der Konzern hat nach eigenen Angaben insgesamt 3,1 Milliarden Dollar an Dividenden und Zinsen an die Regierung gezahlt. Im Gegenzug will sich der Staat im kommenden Jahr komplett als Aktionär aus der Citigroup zurückziehen.

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