US-Arbeitsmarktdaten
Dämpfer für die Wall Street

Schlechte Zahlen sind Anleger derzeit gewohnt. Fallen sie noch negativer aus als erwartet, dann fällt die Reaktion an den Börsen entsprechend aus. Das ist auch für den Handel in New York anzunehmen. Die jüngsten Arbeitsmarktdaten für November dürften die Kurse an den US-Börsen talwärts schicken.

HB NEW YORK. Die Zahl der Beschäftigten sank stärker als erwartet, währen die Arbeitslosenquote leicht besser als prognostiziert ausfiel. Händler hatten bereits im Vorfeld angemerkt, dass schlechtere Daten den Markt weiter belasten dürften. Der Future auf den Dow Jones Industrial lag gegen 14.35 Uhr um 2,34 Prozent tiefer, nachdem der US-Leitindex am Donnerstag 2,51 Prozent auf 8 376,24 Punkte verloren hatte. Der Future auf den Nasdaq-100-Index notierte 2,42 Prozent im Minus. Am Vortag hatte der technologielastige Index 3,30 Prozent auf 1 127,75 Punkte verloren.

Das Schicksal der drei großen US-Autobauer Ford Motor , General Motors (GM) und Chrysler trägt zudem zu der Unsicherheit am Markt bei. Mit einschneidenden Sanierungsprogrammen hatten die krisengeschüttelten US-Autobauer am Donnerstag versucht, den Kongress von neuen Milliardenhilfen zu überzeugen. Die Anhörung vor dem Gremium dauerte fast sechs Stunden. Ausschussmitglieder reagierten in dem Hearing jedoch weiter skeptisch. Die Aktien von Ford und General Motors tendierten uneinheitlich im vorbörslichen Handel.

Der US-Flugzeugbauer Boeing tendierte schwach. Laut einem Pressebericht könnte sich die mehrfach verzögerte Auslieferung seines Großraumflugzeugs 787 "Dreamliner" erneut um mindestens sechs Monate verschieben.

Die Aktien des Softwareherstellers Novell tendierten im vorbörslichen Handel fester. Das Unternehmen hatte am Vorabend nach Börsenschluss einen kleineren Verlust als befürchtet bekanntgegeben. Vor allem niedrigere Kosten hätten dazu beigetragen, so das Unternehmen.

Microsoft hat nach seinem gescheiterten Übernahmeversuch einen weiteren ehemaligen Manager des Internetkonzerns Yahoo! für sich gewinnen können. Microsoft - und Yahoo! -Aktien gaben vorbörslich leicht nach.

Die Modekette Guess verbuchte im vorbörslichen Handel leichte Gewinne, nachdem das Unternehmen am Vorabend einen zehnprozentigen Gewinnanstieg im abgelaufenen Quartal verkündet hatte und damit über den Prognosen lag.

HSBC hat das Kursziel für Nike von 62 auf 54 Dollar gesenkt und die Bewertung auf "Neutral" belassen. Qimonda-Aktien sollten Anleger im Blick behalten .Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat den südkoreanischen Speicherchip-Hersteller Hynix als Käufer für den angeschlagenen deutschen Wettbewerber ins Gespräch gebracht. Hynix "tritt jetzt als Interessent für Qimonda in Erscheinung", sagte er im Interview mit dem "Handelsblatt".

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