US-Börsen Die Nervosität an der Wall Street bleibt

Zur Wochenmitte legt sich die Anspannung der Anleger an der Wall Street nur leicht. Entwarnung wollen die Analysten noch nicht geben.
Update: 07.02.2018 - 22:42 Uhr Kommentieren

Nervöser Handelstag – Anleger kommen nicht zur Ruhe

Nervöser Handelstag – Anleger kommen nicht zur Ruhe

New YorkNach den Turbulenzen zum Wochenbeginn ist der Handel an den US-Börsen auch am Mittwoch von Schwankungen geprägt gewesen. Die Kurse gaben nach. Der große Ausverkauf sei zwar vorbei, sagte ein Börsianer.

Zwar gebe es noch Angst vor einem Nachbeben. Ein Durchbruch im US-Haushaltsstreit konnte aber die Märkte stützen. Zudem blickten die Investoren weiter vor allem auf die Fed-Politik, nachdem die Furcht vor stärker steigenden Zinsen am Montag Kursstürze ausgelöst hatte. In der US-Notenbank mehrten sich unterdessen Stimmen, die keinen Anlass für eine aggressivere Gangart sehen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 25.293 und einem Tief von 24.785 Punkten. Er schloss mit einem Minus von 0,1 Prozent auf 24.890 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,5 Prozent auf 2681 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 0,9 Prozent auf 7052 Punkte ein.

Diese Aktien trotzen dem Kurssturz an den Börsen

DEUTSCHE POST AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005552004
Börse
L&S

-0,01 -0,01%
+34,30€
Chart von DEUTSCHE POST AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Deutsche Post – Dax
1 von 5

An der Dax-Spitze notierte am Dienstag die Deutsche Post mit einem zeitweisen Plus von 0,7 Prozent. Nach Kursverlusten zu Handelsbeginn gelang den Aktien rasch eine Wiedereroberung der 200-Tage-Linie, bei etwa 36,20 Euro. Die Linie gilt als wichtiger Maßstab für einen längerfristigen Kurstrend. Womöglich hofften Anleger auch auf einen positiven Abschluss der laufenden Tarifverhandlungen, hieß es aus Händlerkreisen.

STEINHOFF INTERNATL HLDGS N.V. AANDELEN OP NAAM EO -,50

WKN
ISIN
NL0011375019
Börse
L&S

0,00 0,00%
+0,12€
Chart von STEINHOFF INTERNATL HLDGS N.V. AANDELEN OP NAAM EO -,50
Steinhoff – MDax
2 von 5

Die Scheine der Steinhoff International Holdings verzeichneten ein zeitweises Plus von knapp 2 Prozent und führten damit den MDax an. Der Möbelhändler, der derzeit in einen Bilanzskandal verwickelt ist, profitiert vor allem von der Überschreitung wichtiger charttechnischer Marken um 0,40 Euro.

INTESA SANPAOLO S.P.A. AZIONI NOM. EO 0,52

WKN
ISIN
IT0000072618
Börse
L&S

-0,02 -0,79%
+3,00€
Chart von INTESA SANPAOLO S.P.A. AZIONI NOM. EO 0,52
Intesa Sanpaolo – EuroStoxx
3 von 5

Die Anteilsscheine des im paneuropäischen EuroStoxx gelisteten Kreditinstituts Intesa Sanpaolo gewannen zeitweise 1,2 Prozent. Die Bank profitiert von Sondererträgen im vierten Quartal 2017.

TRIPADVISOR INC. REGISTERED SHARES DL -,001

WKN
ISIN
US8969452015
Börse
L&S

+0,43 +1,03%
+40,56€
Chart von TRIPADVISOR INC. REGISTERED SHARES DL -,001
Tripadvisor – S&P 500
4 von 5

In der zweiten Reihe der New Yorker Börse trotzte am Montag die Touristikwebsite Tripadvisor der schlechten Börsenstimmung. Die Aktien des Unternehmens notierten bei Handelsschluss mit 3,7 Prozent deutlich im Plus – und damit an der Spitze des S&P 500. In jüngster Zeit hatte Tripadvisor die verstärkte Konkurrenz durch AirBnB zu schaffen gemacht. Vom plötzlichen Kursanstieg zeigten sich auch Analysten überrascht.

CHURCH & DWIGHT CO. INC. REGISTERED SHARES DL 1

WKN
ISIN
US1713401024
Börse
L&S

-0,30 -0,75%
+39,06€
Chart von CHURCH & DWIGHT CO. INC. REGISTERED SHARES DL 1
Church & Dwight – S&P 500
5 von 5

Church & Dwight ist einer der führenden Produzenten von Haushaltsgütern in den USA. Am Montag ging das Unternehmen mit einem Plus von 2,4 Prozent aus dem Handel. Der Grund: Ein Gewinn von 405,6 Millionen US-Dollar im vierten Quartal 2017, mehr als Analysten erwartet hatten.

Die anfängliche Entspannung an der Wall Street hatte Europas Börsen mit angeschoben: Der Dax stieg um 1,6 Prozent auf 12.590 Punkte, womit er einen großen Teil der Verluste vom Dienstag wettmachte. Der EuroStoxx50 legte 1,8 Prozent auf 3454 Zähler zu.

Im Endeffekt stehe die US-Wirtschaft sehr robust da, und die Unternehmensgewinne dürften zulegen, sagte Marktstratege Peter Kenny von der Beratungsgesellschaft Global Markets Advisory Group. Der große Schwachpunkt bleibe aber die Zinsentwicklung, sagte Analyst Jochen Stanzl vom Brokerhaus CMC-Markets. Es sei nicht sicher, dass der Markt schon den Boden gefunden habe. "Bei weiter steigenden Zinsen könnte es schnell wieder zu einem neuen Kursrutsch kommen."

Im Rampenlicht des Aktienhandels standen am Mittwoch die Papiere von Snap mit einem Plus von über 47 Prozent. Der Anbieter der Kommunikations-App Snapchat hatte mehr Neukunden gewonnen als erwartet.

Insgesamt wechselten an der New York Stock Exchange rund 1,1 Milliarden Aktien den Besitzer. 1539 Werte legten zu, 1407 gaben nach und 139 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,3 Milliarden Aktien 1555 Titel im Plus, 1411 im Minus und 186 unverändert.

An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen 18/32 auf 95-02/32. Sie rentierten mit 2,8321 Prozent. Die 30-jährigen Bonds büßten 1-06/32 auf 93-04/32 ein und hatten eine Rendite von 3,1072 Prozent.

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