US-Börsen
Die Wall Street wettet auf Griechenland

Wie das der europäischen Börsen hängt auch das Wohl und Wehe der Wall Street zum größten Teil an der EU-Schuldenkrise und deren Ausgang. Die Anleger wetten auf ein Ende der Krise: Vor allem Bankaktien legen kräftig zu.
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New YorkBanken haben zu Wochenbeginn die US-Aktienmärkte nach oben gezogen: Aktien von Bank of America oder JPMorgan reagierten am Montag positiv auf die Beschlüsse des Baseler Ausschuss vom Samstag. Bankaufseher und Notenbanker aus 27 Staaten hatten beschlossen, dass die weltweit wichtigsten Institute ihren Kapitalpuffer zusätzlich zu dem allgemein festgelegten Wert um bis zu 2,5 Prozent aufstocken müssen.

„Die Zahl ist nicht so hoch wie gedacht - es hätte schlimmer kommen können“, sagte Fred Dickson, Chef-Marktstratege bei D.A. Davidson & Co. Viele Investoren hätten mit zusätzlichen drei Prozent für systemrelevante Geldhäuser gerechnet.  

Den Aufwärtstrend unterstützte zudem die Aussicht auf weitere Hilfen für das schuldengeplagte Griechenland. Die Wall Street setzte darauf, dass das griechische Parlament dem Sparpaket am Mittwoch zustimmt. „Es herrscht immer noch die Angst vor“, sagte Investmentstratege Mitch Rubin von RiverPark Advisors. „Aber das Ausbleiben von schlechten Nachrichten in den vergangenen Tagen und der Ausverkauf am Freitag sorgen jetzt für einen Sprung.“

Die Abgeordnetenkammer in Athen nahm am Montag ihre mehrtägigen Beratungen auf. Vom Ausgang der Abstimmung hängt ab, ob das vor der Pleite stehende Land die dringend benötigten Finanzhilfen von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds bekommt.   

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gewann bis zum frühen Nachmittag 0,8 Prozent auf 12.030 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,7 Prozent auf 1277 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte ein Prozent auf 2680 Stellen. In Frankfurt nahm vor der weichenstellenden Abstimmung im griechischen Parlament die Unsicherheit jedoch zu. Der Dax schloss nach einem richtungslosen Handel 0,2 Prozent niedriger bei 7107 Zählern.

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