US-Börsen geschlossen
Dax verteidigt 4 000-Punkte-Marke

Der deutsche Aktienmarkt hat nach einem unspektakulären Handelstag knapp unter dem Vortagesschluss den Tag beendet. Im Tagesverlauf ist der Dax für eine kurze Zeit unter die Marke von 4 000 Punkten gefallen.

HB FRANKFURT.Bei den Standardwerten gerieten die Aktien von Infineon angesichts sinkender Halbleiterpreise unter Druck. Die gescheiterte Übernahme von Condomi durch den Erotikkonzern Beat Uhse sorgte für einen Kurseinbruch bei dem Kondomhersteller. Im Vorfeld der am Wochenende beginnenden Fußball-Europameisterschaft waren bei den Investoren Papiere von Adidas-Salomon gefragt.

Der Dax beendete den elektronischen Handel auf Xetra mit einem Minus von 0,18 % auf 4 014,56 Punkten. „Die Nachrichtenlage ist wie die Handelsumsätze mehr als dünn“, brachte Heinz-Bernd Schmitz, Händler bei der NordLB, die Stimmung am Markt auf den Punkt. „Viele Anleger nutzen den heutigen Brückentag für ein verlängertes Wochenende“, ergänzte Raed Mustafa von der BW-Bank. Zudem fehlten die Impulse aus den USA, da dort die Börsen wegen des Begräbnisses des ehemaligen US-Präsidenten Ronald Reagan geschlossen blieben.

Mit rund 45 Mill. gehandelter Aktien lagen die Umsätze am Freitag nochmals unter dem wegen eines Feiertages in mehreren Bundesländern bereits schwachen Vortageswert von 52 Mill. Titeln.

Der jüngste Ölpreis-Rückgang, der in den vergangenen Tagen die Aktienmärkte gestützt hatte, ist vorerst gestoppt. Zu Wochenschluss kostete ein Barrel (knapp 159 Liter) der Nordsee-Ölsorte Brent 35,70 Dollar. Nach der Einigung der Opec über die Erhöhung der Ölförderquote Anfang Juni war der Ölpreis von damals knapp unter 40 Dollar deutlich gefallen und erreichte am Mittwoch mit rund 34,40 Dollar einen vorläufigen Tiefstand. „Der Störfaktor Ölpreis ist erst einmal vom Tisch“, sagte Schmitz.

Größter Verlierer im Dax waren die Titel des Chipherstellers Infineon mit einem Minus von knapp zwei Prozent auf rund 10,90 €. „Die Chip-Preise sind wieder gefallen. Das hat heute schon die asiatischen Halbleiterwerte unter Druck gesetzt“, sagte ein Händler mit Blick auf den Kursrückgang des weltweit größten Herstellers von Computer-Speicherchips, der südkoreanischen Samsung.

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